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Feuerwehr: 118-mal vergeblich ausgerückt

ThörigenDie Oberaargauer Feuerwehren trafen sich am Samstag zum Kommandantenrapport und zur Delegiertenversammlung.

Thörigens Gemeindepräsident Rolf Schneeberger warf zu Beginn der Delegiertenversammlung des Feuerwehrverbandes Oberaargau einen Blick in die Geschichtsbücher. 1907 waren in Thörigen neun Bauernhöfe abgebrannt. Die aufgebotenen 42 Feuerwehren seien dem Inferno damals recht hilflos gegenübergestanden. Das Ereignis hat deshalb schweizweit zu einer Zäsur in Sachen Brandschutz geführt: Die Ansprüche an die Ausrüstungen wurden erhöht, eine Gebäudeversicherung wurde eingeführt. Heute leisten im Oberaargau knapp 2000 Mann – und ein paar wenige Frauen – in 23 regionalen und 3 betrieblichen Feuerwehren Dienst. Wie die Versammlung in Thörigen zeigte, gut ausgerüstet und mit innerem Zusammenhang. Weder die Delegiertenversammlung noch der vorgängige Kommandantenrapport warfen grosse Wellen. Hauptgeschäft war es vielmehr, Erwin Meyer gebührend zu verabschieden. Der Kreisfeuerwehrinspektor West ist Ende Dezember nach mehr als 30 Jahren engagiertem Einsatz in den Ruhestand gegangen (wir berichteten). Nun wurde er von «seinen» Feuerwehren als fleissiger Schaffer, gestrenger Inspektor und guter Kamerad gewürdigt. Meyers Nachfolger ist Andreas Hofer. Neu in den Verbandsvorstand wurden Simon Burri (für Kassierin Nicole Hofer), Thomas Eggimann (für Urs Zumstein, Kommandant Buchsi-Önz) und Roland Rickli (für Rolf Bill, Ausbildung) gewählt. Zwei Einsätze pro Tag 2011 mussten die Oberaargauer Feuerwehren 729 ausrücken – im Durchschnitt 2-mal pro Tag. Jedes sechste Mal allerdings umsonst: Mit 118 an der Zahl waren Fehlalarme die zweithäufigste Einsatzursache. 143-mal sorgten Insekten für Betrieb, 109-mal kleinere und grössere Brände. Mit dem Lagerhausbrand in Aarwangen, der eine Schadensumme von 1,2 Millionen Franken verursachte, ereignete sich das fünftgrösste Brandereignis des Kantons im Oberaargau. Gesamthaft ist 2011 für die Gebäudeversicherung aber glimpflich abgelaufen. Musste diese im Schnitt der letzten zehn Jahre pro Feuer- oder Elementarschaden 140 Millionen Franken berappen, reichte letztes Jahr mit 63 Millionen knapp die Hälfte. Neue Wege werden künftig in der Alarmorganisation beschritten. Einen je länger, je höheren Stellenwert hat die Zusammenarbeit mit den übrigen Blaulicht-organisationen. Den steigenden Ansprüchen Rechnung tragend, wird auf 2013 auch die Ausbildung neu konzeptioniert. flü>

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