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Fenerbahçe als Chance

Der Schweizer Meister dieser Saison wird nächstes Jahr mit grösster Wahrscheinlichkeit direkt an der Champions-League-Gruppenphase teilnahmeberechtigt sein. Das trifft ja zu, falls sich der Titelverteidiger auch über die Liga für die Champions League qualifiziert. Und das war in den letzten Jahren fast immer der Fall (zuletzt bei Inter). In diesem Jahr greifen Champion Basel und der Zweite YB in dieser Woche erstmals in die dritte Qualifikationsrunde zur Champions League ein. Der FCB auf dem leichteren Weg und stets als gesetztes Team vorerst gegen Debrecen – YB auf dem weitaus beschwerlicheren Tableau gegen Fenerbahçe Istanbul. Setzen sich die Schweizer durch, stehen sie bereits im Playoff zur Champions League, und damit mindestens in der Gruppenphase zur Europa League. Verlieren Basel und YB aber ihre ersten Duelle, so bleibt immerhin noch die Chance, sich über die Playoffs für die Europa League zu qualifizieren. Auf den ersten Blick scheint die Aufgabe Fenerbahçe für YB sehr schwierig zu sein. Aber aus Berner Optik lohnt sich eine genaue Betrachtungsweise. Der türkische Spitzenverein verspielte letzte Saison den Meistertitel (ebenfalls) am letzten Spieltag – völlig sensationell an Aussenseiter Bursaspor. Der bei den Spielern beliebte Trainer Christoph Daum musste gehen, wie das halt so normal ist beim hektischen Trainerverschleissklub Fenerbahçe. Aykut Kocaman, der Sportdirektor, hievte sich auf den Trainerstuhl. Daum hatte Kocaman bereits während der letzten Spielzeit vorgeworfen, unbedingt selber Coach werden zu wollen. Und jetzt verläuft die Vorbereitung eher chaotisch, Leistungsträger wie Uruguays Starverteidiger Diego Lugano sind noch in den WM-Ferien, zudem sucht der Verein weiter verzweifelt Verstärkungen und ist zum Beispiel an Wolfsburgs Stürmer Grafite interessiert. Gegen Genk (3:0) und Galatasaray (1:0) siegte Fenerbahçe zuletzt in Testspielen, aber es setzte auch eine 2:5-Niederlage gegen Köln ab. Und im Istanbuler Derby vor über 35000 Zuschauern in Gladbach gegen Galatasaray feuerten Fans von Fenerbahçe immer wieder Feuerwerkskörper auf das Feld. Die Partie stand mehrmals vor dem Abbruch, der grösste Unterbruch dauerte wegen der Rauchschwaden über zehn Minuten. Der Pyrohorror hatte böse Folgen: Eine 19-jährige Frau erlitt am ganzen Rücken Verbrennungen dritten Grades. Das Klima bei Fener jedenfalls ist mal wieder heiss, und vielleicht ist es für YB auch ein kleiner Vorteil, beginnt die Saison in der Türkei erst in drei Wochen, am 15.August.fdr>

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