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FC Thun-Präsident Stähli: «Wir haben eine Lösung»

fussballIst der Machtkampf um die Arena Thun

In den letzten Wochen hatte sich der Konflikt zwischen dem FC Thun und der Genossenschaft Fussballstadion Thun-Süd zugespitzt. Es ging so weit, dass dem FC Thun der Geldhahn zugedreht wurde (vgl. Ausgabe vom 14.Januar). Streitpunkt waren vordergründig 334 Aktien der FC Thun AG. Aus Sicht der Genossenschaft, in der die Stadioninvestoren Ferdinand Locher von der Arco Real Estate und Martin Kull von der HRS Real Estate AG ein gewichtiges Wort mitreden, hätten sie den Besitzer wechseln müssen. So war in einer Grundsatzvereinbarung vom Februar 2008 zwischen den Stadioninvestoren und dem FC Thun festgehalten worden, dass der Genossenschaft ein Drittel der FCT-Aktien übertragen werden muss, sprich 3334 Aktien. Doch bislang gelangten nur 3000 Aktien in den Besitz der Genossenschaft. Das hat laut FC-Thun-Präsident Markus Stähli einen einfachen Grund. Im Oktober 2008 sei an einer Parteikonferenz festgehalten worden, dass die Genossenschaft auf die 334 Aktien verzichtet. Dieselben wurden denn auch anderweitig verkauft. «Ich bin einigermassen verblüfft, dass die Aktien heute, mehr als drei Jahre danach, immer noch eine derartig zentrale Rolle spielen», sagt Stähli. Für den Schritt, dem FC Thun kein Geld mehr für den Betrieb zu überweisen, hat er denn auch kein Verständnis. «Wir werden nun zum Verkauf der Aktien genötigt», sagte Stähli vor Wochenfrist. Konstruktives Treffen Unterdessen haben sich die Wogen geglättet. Gestern haben Stähli und der neue Verwaltungsratspräsident der Arena Thun AG, Hansjörg Sägesser, getagt. «Wir haben eine Lösung gefunden, die dem Fussball dient», sagte Stähli. Wie diese Lösung aussieht, wollte der FCT-Präsident nicht preisgeben. Es ist aber naheliegend, dass einerseits zumindest ein Teil der Aktien den Besitzer gewechselt hat und andererseits der FCT-Führung zugesichert wurde, dass sie mehr Mitspracherecht bekommt. Er hoffe, dass man sich nun wieder dem Kerngeschäft Fussball widmen könne, sagte Stähli weiter. «Ich habe in den letzten Tagen viele Reaktionen von Menschen bekommen, die uns ihre Solidarität bekundet haben.» Den allermeisten sei aber auch daran gelegen, den Konflikt nicht eskalieren zu lassen. Nach dem gestrigen Treffen gehe er davon aus, dass dies gelungen sei. So werde nun auch das Geld wieder fliessen. «Nächste Woche sind die Löhne fällig. Dann brauchen wir spätestens das Geld.» Genossenschaftspräsident Carlos Reinhard bestätigte gestern Nachmittag das Treffen zwischen Stähli und Sägesser. «Ich bin informiert.» Genauer wurde auch er nicht. Über den Inhalt der getroffenen Abmachung sei Stillschweigen vereinbart worden. «Es ist aber eine Lösung, die beiden Seiten dient», sagte Reinhard. Er sei froh, dass das Gespräch möglich gewesen sei, nachdem sich die Fronten zunehmend verhärtet hätten. Reinhard sieht nun keinen Grund mehr, das Geld zurückzuhalten. «Es ist eine Sache von Sekunden, das Geld freizugeben.» Damit dürfte der Machtkampf um die Arena Thun vorerst beigelegt sein. Wie lange der Burgfrieden allerdings hält, wird sich erst noch zeigen müssen. Roger Probst>

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