Zum Hauptinhalt springen

Fastnacht: Zwei Anlässe abgesagt

MurtenDas Hotel Murten hat zwei seiner Fastnachtsanlässe abgesagt. Dies, weil vor einer Woche am Hilari,

Laut, bunt und mitunter wild geht es in Murten nicht nur an der Fastnacht zu und her, sondern bereits im Januar am sogenannten Hilari. An diesem Anlass stimmen sich die Murtner Fastnachtscliquen und Guggenmusiken auf das närrische Treiben ein. Die Gruppen treffen sich zuerst im «Stedtli», wo öffentliche Konzerte stattfinden und das Prinzenpaar bekannt gegeben wird. Danach ziehen sich die Fastnächtler aber zurück, um unter sich den Fastnachtsauftakt zu feiern. Seit 2009 gehen sie dafür ins Hotel Murten – so auch am letzten Samstag, dem diesjährigen Hilari. Im Saal des Hotels Murten ging es für Direktor Dominic Zuber jedoch etwas gar wild zu und her: Weil grosser Putzaufwand und Schäden an der Lüftungsanlage sowie an der Bühnentechnik entstanden sind, will das Hotel Murten den jeweils am Fastnachtssamstag und am Fastnachtsmontag stattfindenden Maskenball nicht mehr durchführen. Nicht nur in diesem Jahr, sondern auch in Zukunft. «Das Risiko ist einfach zu gross», sagt Zuber. Für die «Monstersitzung» am Fastnachtssonntag verlange er zudem strenge Auflagen. Verstopfte Lüftung Was war geschehen? Weil der diesjährige Hilari unter dem Motto «Märchen» stand und die Guggenmusik Moosrugger auf der Bühne «Frau Holle» nachahmen wollte, schütteten die Moosrugger bei ihrem Auftritt Daunenkissen aus. Nebst den feinen Federn gelangte dabei auch viel Staub in die Luft – so viel, dass Zuber den Anlass wegen der Entzündungsgefahr beinahe hätte abbrechen müssen, wie er sagt. «Indem wir die Lüftung auf Hochtouren laufen liessen, konnten wir den Staub teilweise absaugen.» Dies habe aber das Lüftungssystem verstopft, berichtet der Hoteldirektor. Seither habe die Anlage nicht wieder in Betrieb genommen werden können. Mit einer Grobreinigung sollte sie bis morgen Sonntag, wenn im Saal ein Konzert stattfinden wird, wieder einsatzbereit sein, ist er aber zuversichtlich. Doch danach brauche die Lüftung eine gründliche Reinigung und wohl auch einige Ersatzteile. Saalmieter haftet Die fastnächtliche «Frau Holle» hat aber nicht nur in der Lüftungsanlage Spuren hinterlassen. Die Daunen hätten sich im Laufe der Nacht auf den Treppen und Fluren des Hotels ausgebreitet, so Zuber. Zudem könnte der Staub, der in die Lampen, Verstärker und Mischpulte eingedrungen ist, zu Kurzschlüssen führen. Daher müssten alle Geräte von Fachleuten aufgeschraubt, gereinigt und vielleicht teilweise ersetzt werden, meint Dominic Zuber. «Der Gesamtbetrag wird bestimmt fünfstellig sein.» Eine Klage will das Hotel Murten aber nicht einreichen – «sofern wir uns gütlich einigen können», wie Zuber sagt. Für den Schaden müsse grundsätzlich der Saalmieter, also die Guggenmusik Gässliguuger, aufkommen. Doch stünden auch die Moosrugger in der Verantwortung. Frederic Auderset>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch