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Farbloser Playoff-Aufgalopp

Der SC Bern hat im ersten Spiel nach der Olympiapause gegen Gottéron 3:2 gesiegt. Eine Runde vor Schluss trennt die Berner noch ein Punkt vom erneuten Qualifikationssieg, den Trainer Larry Huras als

Würde Bern in den am Dienstag beginnenden Playoff-Viertelfinals auf Gottéron treffen, dürfte an dieser Stelle von einer zumindest resultatmässig gelungenen Hauptprobe die Schreibe sein – der SCB besiegte die Freiburger dank eines späten Überzahltores Brett McLeans mit 3:2. Beide Equipen hatten im ersten Spiel nach der einmonatigen Olympiapause viel Steigerungspotenzial offenbart. Freiburger Reminiszenzen Der Auftritt der Gäste war auch unter dem Motto «Ehre, wem Ehre gebührt» gestanden. Exakt gestern vor 30 Jahren hatte Freiburg dank eines 6:0-Erfolgs gegen den ZSC den Aufstieg in die höchste Spielklasse bewerkstelligt. In Erinnerung an die erfolgreiche Equipe von Trainer Gaston Pelletier spielte das Team Serge Pelletiers (der mit seinem Vorgänger im Übrigen nicht verwandt ist) in weissen Retrotrikots von damals, als die Vereinslogos auf den Dresses noch die höhere Bedeutung hatten als jene der Sponsoren. Ähnlich farblos wie das Outfit der Gäste präsentierte sich über weite Strecken auch das Geschehen. Davon ausgenommen waren etwa das zwischenzeitliche Führungstor der Freiburger durch Mike Knoepfli – nachdem Sandy Jeannin mit einem Querpass die Berner Defensive ausgehebelt hatte – oder der Treffer zum 2:2: Caryl Neuenschwander war bei seinem Sololauf auf Sébastien Caron von Lukas Gerber gelegt worden, doch ehe der Berner Stürmer den Freiburger Torhüter touchierte, hatte der Puck unter Caron hindurch, dank gütiger Unterstützung von Neuenschwanders Schlittschuh, die Torlinie überquert. Zwei Powerplay-Tore Verteidiger Roman Josi und Stürmer Thomas Ziegler zeigten in der gestrigen Partie ein solides Comeback, ohne aus dem dürftigen Berner Kollektiv herauszuragen. Für Christian Dubé geht das Warten derweil weiter. «Ich bin so bei 60, 70 Prozent und kann im optimalen Fall gegen Ende der Viertelfinals eingreifen», sagte der rekonvaleszente Stürmer. Larry Huras hob derweil die zwei Powerplay-Tore heraus: «Unsere gute Leistung in Über- und Unterzahl hat den Unterschied ausgemacht.» Huras’ ökologische Variante Eine Runde vor Schluss der Qualifikation ist in der National League A aus Berner Optik noch keine Entscheidung gefallen: Mit einem Punktgewinn am Samstag in Biel würde sich der SCB definitiv den vierten Qualifikationssieg in den letzten fünf Jahren sichern – wobei dieser Ehre in Anbetracht dessen, dass die Berner dreimal als Sieger der Qualifikation in der ersten Playoff-Runde gescheitert waren, eine zwiespältige Note anhaften würde. «Der Qualisieg ist für uns ein ‹nice to have›», sagte Larry Huras und ergänzte, als SCB dürfe es keine Rolle spielen, auf wen man in den Playoffs treffe. «Ob Lugano oder Freiburg spielt keine Rolle, beide Hürden sind hoch.» Sportlich wollte sich der SCB-Trainer zwar nicht festlegen, dafür im ökologischen Sinn: «Eigentlich müsste man im Sinne der Umwelt die Variante Freiburg bevorzugen: Da würden wir bei den Reisen viel Benzin sparen.» Reto Kirchhofer >

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