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Fall Urwyler: Kreiskommission fühlt sich gemobbt

KönizDer Konflikt zwischen der neuen Kommission im Kirchenkreis Köniz und dem Kirchgemeinderat spitzt sich zu: Pfarrer André Urwyler bleibt beurlaubt.

Andreas Meinerzhagen drückt es diplomatisch aus: «Wir sind im Moment verunsichert.» Meinerzhagen präsidiert die im Januar neu gewählte Kommission im Kirchenkreis Köniz, in dem Pfarrer André Urwyler tätig ist. Grund für die Verunsicherung sind Ausschnitte aus einem Schreiben des Kirchgemeinderates an den Kanton, die der Kommission zugespielt worden sind. «Wir werden darin als unfähige Amtsneulinge dargestellt», sagt Meinerzhagen. «Das ist nicht wahr», wehrt er sich. Etliche Mitglieder hätten bereits Erfahrung aus kirchlichen Ämtern. «Der Kirchgemeinderat schwärzt uns hinterrücks beim Regierungsrat an, ohne mit uns vorher gesprochen zu haben.» Regierungsrat Christoph Neuhaus (SVP) ist für das Abberufungsverfahren gegen Urwyler zuständig. In einem Brief wehrt sich die Kommission nun gegen die Vorwürfe. Gegen Beurlaubung gewehrt Anders als der Rat ist die Kommission klar urwylerfreundlich eingestellt. «Fanden wir uns am Anfang halbherzig unterstützt, muss ich mittlerweile schon fast von Behinderung reden», sagt Meinerzhagen. Es gebe zahlreiche weitere Punkte, die schwierig seien. «Wir fühlen uns vom Rat gemobbt.» Trotzdem suche die Kommission erneut das Gespräch. «Es braucht doch eine gütliche Einigung», ist Meinerzhagen überzeugt. Meinerzhagen steht dazu, dass die Kommission den Kirchgemeinderat zum Rückzug des Abberufungsgesuchs bewegen möchte. Gewehrt hat sie sich auch gegen Urwylers Beurlaubung. Die Kommission, wie auch Urwyler selbst, verlangte von der kantonalen Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion (JGK), Urwyler sofort wieder in sein Amt einzusetzen. Das aber lehnte die JGK ab. Lucia Probst >

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