Zum Hauptinhalt springen

Es rumpelt gewaltig am Strandweg

Spiez/FaulenseeDer Strandweg gleicht einem Trümmerfeld. Während der Felsreinigung rumpeln Steinbrocken bis in den See. Die

Hoch oben im Bürgwald hängt Andres Fuhrer im Seil. Diesmal nicht in seiner Funktion als Bergsteiger, sondern zur Felsreinigung, die er zusammen mit seinem Chef und Unternehmer Bernhard Seiler aus Bönigen im Auftrag der Gemeinde Spiez durchführt. Laufend rollen Steine zum Strandweg hinunter, der auf beiden Seiten von den Werkhofmitarbeitern Erich Briggen und Ruedi Michel bewacht wird. «Trotz Absperrgittern auf allen Wegen, die zur Gefahrenstelle führen, müssen die beiden immer wieder übereifrige Leute zurückhalten», sagt Werkhofchef Markus Schärer, der die Sicherungsarbeiten für die Gemeinde koordiniert. Heute stellt Gemeindepräsident Franz Arnold dem Gemeinderat den Antrag, eine Viertelmillion in Form einer gebundenen Ausgabe zur Sicherung des Strandweges freizugeben. Damit Arnold weiss, wovon er spricht, machte er sich vorgestern selber ein Bild von den laufenden Sicherungsarbeiten im steilen Gelände. Bernhard Seiler, der zusammen mit Andreas Fuhrer die Anforderung der höchsten Stufe für Arbeiten am Seil erfüllt, erklärte den Ablauf: «Nach dem Lösen lockerer Steine fällen wir vom Revierförster Stephan Luginbühl gekennzeichnete Bäume und entlasten damit die Hangkanten. Bäume im hinteren Bereich bleiben stehen; sie sichern den Hang ihrerseits mit ihrem Wurzelwerk.» Die Gefahr rasch bannen «Mit den bereits begonnenen Sicherungsarbeiten tragen wir der Wichtigkeit des Strandweges für die Öffentlichkeit Rechnung», hält der Gemeindepräsident fest. Dazu gehören auch die leider vielfach umgangenen Absperrungen, wobei sich Menschen leichtfertig in Gefahr bringen. Um die Gefahr möglichst rasch zu bannen, liess der Gemeinderat Spiez die möglichen und notwendigen Sicherungsmassnahmen durch Fachleute berechnen. Die von den Geologen vorgeschlagenen Massnahmen zur Strandwegsicherung fasst Markus Schärer zusammen: Rodungen und Reinigung der Felskante und Felsoberfläche bis Ende Februar. Im Februar erfolgt auch die Submissionsphase der Baumeisterarbeiten für die geplanten Fangnetze unterhalb des Abbruchgebietes, sofern der Gemeinderat Spiez heute den gebundenen Kredit bewilligt. Mitte März ist die abschliessende geologische Beurteilung der Gefährdung durch Bewegungen im Gelände vorgesehen. Ebenfalls Mitte März erstellt der Werkhof Spiez nach einer positiven Rückmeldung der Geologen einen 150 Meter langen Sichtschutzkorridor im Bereich des Absturzgebietes, der die Spaziergänger, Jogger und Touristen zum raschen Durchgehen animieren soll. Die Anfrage bei der Armee nach einem Schwimmsteg um die Gefahrenzone herum wurde abschlägig beantwortet, da solche Anlagen nicht mehr im Programm sind. «Läuft alles nach Plan und macht uns die Natur keinen Strich durch die Rechnung, können wir den Strandweg zwischen Spiez und Faulensee Ende März provisorisch durchgängig machen», sagt Markus Schärer vorausschauend. Wird das nötige Baugesuch bis Mitte Mai bewilligt, beginnt das nach der Submission gewählte Bauunternehmen im Juni mit dem Erstellen der Schutzbauten, sprich mit der Verankerung der Fangnetze. So kann die Sichtsperre zu Beginn der Sommerferien, Mitte Juli, im Gefahrenbereich entfernt und der Strandweg wieder gefahrlos begannen werden. Guido Lauper >

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch