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«Es ist schwierig, positiv zu bleiben»

FC ThunDer Frust der Thuner ist gross nach dem 1:0 in

Was wird denn überhaupt als Eigentor gewertet? Diese Frage stellte sich Thun-Verteidiger Enrico Schirinzi nach dem Spiel in Lausanne. «Wenn es darum geht, wer den Ball zuletzt berührt hat, dann war das wohl ein Eigentor von mir», sagte der 26-Jährige. In der 21.Minute hatte Schirinzi den Kopfball des Lausanners Alexandre Pasche ebenfalls mit dem Kopf ins eigene Tor gelenkt. Die Aktion war als Rettungstat geplant, sie verfehlte aber ihre Wirkung komplett. Pasches Abschlussversuch wäre ohne die Mithilfe Schirinzis wohl nicht im Thuner Tor gelandet. Das Eigentor, das für den Lausanner Sieg sorgte, wurde Schirinzi in der Statistik denn auch angerechnet. Grösser als die Enttäuschung über den Kopfball in die falsche Richtung war beim Abwehrspieler die Ernüchterung über die vierte Saisonniederlage. «Wir wollten gewinnen und haben dominiert, doch der Knoten löste sich nicht», sagte er. Schirinzi sagt, noch in jedem Klub, für den er in seiner Karriere gespielt hat, habe er Phasen der Erfolglosigkeit erlebt, wie aktuell in Thun. «Es ist schwierig, in einer solchen Situation positiv zu bleiben, aber ich spüre, dass jeder es versucht.» Selbstvertrauen hat gelitten Der Frust ist gross bei den Thunern. Muhamed Demiri sagte, er könne sich die Niederlage in Lausanne nicht erklären. «Wir waren ebenbürtig, wenn nicht überlegen. Wir hatten die grösseren Spielanteile, aber kamen kaum zu Chancen. Die Lausanner hingegen nutzten ihre einzige Möglichkeit zum Sieg.» Das Selbstvertrauen hat in Thun in den vergangenen Wochen ohne positive Resultate gelitten. «Wir begingen gegen Lausanne einige unverständliche Fehler», sagte Demiri. Auch die zahlreichen Absenzen führte er an. Um die Ausfälle zu kompensieren, gebe es nur ein Mittel: «Wir müssen jetzt noch stärker zusammenhalten.» Demiri ist sich aber genauso wie Enrico Schirinzi bewusst, dass die fehlende Durchschlagskraft in der Offensive derzeit das grösste Problem der Mannschaft darstellt. «Wir kommen im Moment kaum zu Torchancen», sagte er. «Müssen ein Tor erzwingen» Sein Teamkollege Schirinzi, der Lausanne-Goalie Fabio Coltorti in der 49.Minute mit einem Schlenzer geprüft hatte, sagte: «Im nächsten Spiel müssen wir ein Tor erzwingen. Egal mit welchen Mitteln. Der Ball muss einfach über die Linie.» Auch Demiri hofft, dass sich das Blatt bald wendet und der Erfolg zurückkehrt. «Wir müssen noch in der Vorrunde zurück zum Siegen finden. Nicht erst in der Rückrunde. Denn dann ist es zu spät.» aww>

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