Zum Hauptinhalt springen

«Es braucht Fristen für Gesuche»

Rudolf Joder möchte eine Frist für neue Parkgesuche. Zu viele Projekte könnten die Finanzierung schwierig machen, befürchtet er.

Es gibt in der Schweiz viele Naturpark-Projekte, die am Laufen sind. Wie wahrscheinlich ist es, dass der Gantrisch dieses Label 2012 tatsächlich erhält? Die Chancen sind gut, weil die Planungsarbeiten im Vergleich zu anderen Projekten weit fortgeschritten sind. Ursprünglich ging man davon aus, dass gesamtschweizerisch 10 bis 15 Naturpärke geschaffen werden. Nun sind schon 26 Gesuche hängig. Ich werde abklären, ob der Bund wie ursprünglich beabsichtigt, diese Zahl zu begrenzen. Dies nicht zuletzt wegen der Beitragsleistungen. Anfänglich hiess es, dass der Bund gesamtschweizerisch etwa 10 bis 15 Millionen Franken pro Jahr für die Regionalen Naturpärke ausgeben will. Wenn sich die Zahl fortlaufend erhöht, werden Finanzierungsprobleme für die einzelnen Pärke entstehen. Es war auch die Rede davon, dass im Kanton Bern von den vier laufenden Projekten nur zwei umgesetzt werden können. Müssten dann zwei Berner Pärke über die Klinge springen? Ich glaube nicht, dass es politisch jetzt noch möglich ist, von diesen vier Projekten zwei auszuschliessen. Wieso nicht? Weil die Aufbauarbeiten zu weit fortgeschritten sind. Die Gebiete Gantrisch, Chasseral, Diemtigtal und Thunersee-Hohgant haben das Label aber noch nicht. Sie sind nur Kandidaten. Aber wenn die Voraussetzungen für das Label erfüllt sind, kommt der Bund nicht darum herum, diese Projekte zu bewilligen. Man muss also die Eingabefrist für neue Projekte beschränken. Oder die Voraussetzungen für ein Label heraufschrauben. Ja, aber das ist wegen der gesetzlichen Grundlage nicht möglich. Dann müsste man die gesetzliche Grundlage verschärfen. Ist das realistisch? Nein. Würden Sie sich dafür einsetzen, dass der Bund mehr Geld für Pärke spricht? Ja, aber das ist nicht unbegrenzt möglich. In der momentanen Finanzsituation ist es schwierig, neue finanzielle Mittel herauszuholen. Wie viel wäre möglich und sinnvoll? Das Geld müsste in einem anderen Bereich des Bundesamts für Umwelt kompensiert werden. Wo, müsste diese Amtsstelle selber entscheiden. Interview: sar>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch