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Es beginnt die Zeit der Entscheidungen

EishockeyIn der Nacht auf Donnerstag beginnen die NHL- Playoffs. Washington, Philadelphia, Vancouver und Detroit haben die besten Chancen auf den Gewinn des Stanley Cups.

Knapp sieben Wochen nach Playoff-Start in der Schweiz bricht auch in der NHL die Zeit der Entscheidungen an. In der Nacht auf Donnerstag beginnt die Jagd auf den heiss begehrten Stanley Cup. Zu den Topfavoriten zählen die beiden Qualifikationssieger Vancouver Canucks (West) und Washington Capitals (Ost) sowie die Detroit Red Wings (3. der Western Conference) und die Philadelphia Flyers (2. der Eastern Conference), die im Vorjahr erst im Final an den Chicago Blackhawks gescheitert waren. In der ersten Runde trifft Philadelphia auf die Buffalo Sabres, den ehemaligen Arbeitgeber des früheren SCB- und aktuellen Flyers-Stürmer Daniel Brière. Für den Kanadier ist die Begegnung mit den Sabres folglich mit speziellen Gefühlen verbunden. «Es ist zwar schon ein paar Jahre her, dass ich für Buffalo gespielt habe, dennoch ist die Situation für mich aussergewöhnlich, da ich gegen viele Freunde antreten werde», sagt Brière. Emotionen garantiert Das andere Team aus Pennsylvania, die Pittsburgh Penguins (4.), zählt heuer nicht zu den meistgenannten Titelaspiranten. Superstar Sidney Crosby wird voraussichtlich zumindest die erste Playoff-Runde gegen Tampa Bay verletzungsbedingt verpassen, und für Jewgeni Malkin – Pittsburghs zweiten Hochkaräter – ist die Saison nach einer Knieoperation zu Ende. Spektakel und viel Brisanz verspricht die Serie zwischen den Boston Bruins (3.) und den Montreal Canadiens (6.) mit dem Berner Verteidiger Yannick Weber. Die Erzrivalen sind in den Playoffs bis anhin 32 Mal aufeinandergetroffen – keine andere Begegnung hat es häufiger gegeben. Die gegenseitige Abneigung haben die beiden Equipen auch in dieser Saison einmal mehr zum Ausdruck gebracht: Beim 8:6-Heimsieg der Bruins am 9. Februar hatten die Schiedsrichter nicht weniger als 192 Strafminuten aussprechen müssen. Auch in der Playoff-Serie, in der Yannick Weber nicht mit allzu viel Eiszeit rechnen dürfte, werden gegenseitige Nettigkeiten ausbleiben. Chicago dankt Minnesota Einen Gefallen taten hingegen die Minnesota Wild den Chicago Blackhawks. Nur dank Minnesotas 5:3-Sieg gegen die Dallas Stars in der letzten Runde sicherte sich der Titelverteidiger doch noch den letzten Playoff-Platz in der Western Conference. In der ersten Runde treffen die Blackhawks auf die Vancouver Canucks, das erfolgreichste Team der Qualifikation. Allerdings haben sich die Kanadier in der Vergangenheit oftmals nach einer guten Qualifikation früh aus den Playoffs verabschiedet. Für die Canucks gilt es also, am Image der Playoff-Versager zu arbeiten. Detroits Erfahrung Anders als Vancouver sind die Detroit Red Wings dafür bekannt, in den Playoffs ihr bestes Eishockey zu zeigen. Dank Spielern wie Niklas Lidström (247 NHL-Playoff-Spiele), Kris Draper (214), Tomas Holmström (164), Brian Rafalski (154), Pawel Datsjuk (110), Henrik Zetterberg (97) und Johan Franzén (75) verfügt das Team aus Michigan über viel Erfahrung und Klasse. Klasse ist durchaus auch im Team der Anaheim Ducks (4.) vorhanden. Mit Corey Perry, Ryan Getzlaf, Bobby Ryan sowie dem nimmermüden, 40-jährigen Teemu Selänne verfügen die Südkalifornier gleich über vier Ausnahmestürmer. In der Serie gegen die Nashville Predators wird der Zuger Luca Sbisa erstmals seit seinem Debüt mit Philadelphia im Jahr 2009 wieder Playoff-Luft schnuppern. Ob auch der Appenzeller Goalie Jonas Hiller zu Einsätzen kommen wird, steht allerdings in den Sternen. Der Nationalkeeper kämpft noch immer mit mysteriösen Erschöpfungssymptomen.Thierry Dick>

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