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Erster Weihnachtsmarkt belebt das Dorf

RanflühErstmals fand am Samstag hinter dem Gasthof Bären ein Weihnachtsmarkt statt. Mit dem Anlass will Initiantin Doris Grossen das Dorfleben bereichern.

Eine dicke Schneedecke am Boden dämpft die Schritte der Besucher. Bis zur Nasenspitze eingehüllt, in den eisigen Händen eine Tasse Glühwein, geniessen die Leute die vorweihnächtliche Stimmung am ersten Weih-nachtsmarkt in Ranflüh. Obwohl es in den umliegenden Regionen zahlreiche Weihnachtsmärkte gibt, hatte Doris Grossen, Inhaberin des Gasthofs Bären, im Sommer die Idee, einen solchen auch in Ranflüh zu organisieren. «Ich möchte mit dem Weihnachtsmarkt den Dorfgeist beleben», erklärt die Geschäftsfrau, die für das Projekt Unterstützung von drei Nachbarinnen erhielt. «Zudem habe ich mir gedacht, entweder findet die Idee Anklang oder nicht.» Doch alleine mit Mundpropaganda hätten sich innert kürzester Zeit 29 Standbetreiber aus dem Emmental und Oberaargau angemeldet, erzählt sie. Die Marktstände hat Grossen von der Gemeinde Sumiswald gemietet. Dass das Datum so nahe bei Weihnachten liege, sei natürlich kein Zufall. «Denn nun ist es höchste Zeit, die fehlenden Weihnachtsgeschenke einzukaufen.» Von Ketten bis Kissen Aufgebaut sind die festlich dekorierten Stände auf dem Parkplatz hinter dem Gasthof Bären. Der Platz ist vergleichbar mit der Grösse eines Eishockeyfeldes. In der Mitte steht ein geschmückter Weihnachtsbaum, daneben brennt Holz in einer Feuerschale. Modeschmuck, Kerzen, Holzengel, Taschen, Felltiere und Weihnachtskränze – das Angebot ist vielfältig. Warm eingepackt in eine dicke Winterjacke steht Brigitte Sommer Schlüchter hinter ihrem Stand. Obwohl der Markt am Samstag erst um 14 Uhr eröffnet wurde, war sie bereits am Mittag vor Ort. Rund zwei Stunden brauchte sie, um ihren Stand mit Armbändern und Ketten aus Edelsteinen zu dekorieren. «Gegen Konzentrationsschwäche eignet sich beispielsweise das Tigerauge», berät Sommer Schlüchter eine Kundin. Für die Geschäftsfrau, die in Langnau ein Edelsteinatelier betreibt, ist es der zweite Markt überhaupt. «Das erste Mal liegt schon etliche Jahre zurück», erinnert sie sich. Für Rosmarie Haslebacher aus Sumiswald ist der Weihnachts-markt in Ranflüh sogar eine Premiere. Die Lehrerin für Gestaltung hat bereits im Herbst mit den Vorbereitungsarbeiten begonnen. Nebst verschiedenen Mützen können die Kunden bei ihr Geldbörsen, Kissen für die Badewanne oder Pulswärmer kaufen. Sie habe schon lange mit dem Gedanken gespielt, einmal an einem Markt mitzumachen, erklärt Haslebacher und rühmt die stimmungsvolle Atmosphäre. Jacqueline Graber >

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