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Erst Freude, dann Trauer

motorradErstmals seit fünfeinhalb Jahren hat Tom Lüthi wieder ein GP-Rennen gewonnen. Überschattet wurden die Rennen in Malaysia vom Tod Marco Simoncellis.

Seit dem 21.Mai 2006 war Tom Lüthi in 90 Rennen ohne GP-Triumph geblieben. In Sepang fand diese Phase der Sieglosigkeit ihr Ende. Der Lindener gewann das Moto-2-Rennen in Malaysia vor Stefan Bradl (De). Dominique Aegerter (5.) schaffte sein zweitbestes GP-Ergebnis. Beim Abspielen der Schweizer Hymne war Lüthi sichtlich bewegt. Für Lüthi war es im 147.Grand Prix erst der sechste Sieg – und der erste Sieg ausserhalb der 125-ccm-Klasse. Noch viel länger zurück liegt der letzte Schweizer Sieg in der mittleren GP-Kategorie. Mehr als 22 Jahre ist es her, seit Jacques Cornu in Spa-Francorchamps das Rennen in der 250-ccm-Kategorie gewonnen hat. Der von der Poleposition gut gestartete Tom Lüthi musste sich noch vor Ende der ersten Runde von WM-Leader Bradl überholen lassen. «Beim Set-up mussten wir einen Kompromiss eingehen. Am Anfang mit vollem Tank war ich deshalb vielleicht ein, zwei Zehntel langsamer als Bradl, dafür fühlte sich das Motorrad im weiteren Rennverlauf sehr gut an», so Lüthi, der in der dritten Runde für einige Kurven auch hinter Pol Espargaro zurückfiel. Nachdem er den Spanier wieder überholt hatte, machte sich Lüthi auf die Verfolgung von Bradl. Bis zur Rennhälfte schloss Lüthi die Lücke von rund 1,5 Sekunden, danach hielt er sich taktisch geschickt in Bradls Windschatten auf. Gegen Ende der drittletzten Runde zog Lüthi gleich beim ersten Versuch am WM-Leader vorbei. Gerade noch rechtzeitig, da wenige Sekunden später das Rennen wegen des Sturzes von Axel Pons abgebrochen und mit dem Zwischenstand nach 17 von 19 Runden gewertet wurde. Nur wenige Stunden nach Lüthis Triumph wurde die Siegesfreude durch den Tod des Italieners Marco Simoncelli jedoch getrübt (siehe nebenstehenden Text).si>

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