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Erlach

Früher setzten im Schloss Erlach Vögte das Ancien Régime der Patrizier durch. Zurzeit hat ein Regisseur das Sagen. Das Hoftheater zeigt «Elsi, die seltsame Magd». Es ist dieser Blick, den man hier nicht vergisst: Wer hoch über dem Städtchen vor dem Schloss Erlach steht und in der Dämmerung Richtung Petersinsel schaut, kriegt Hühnerhaut. Wenn sich dazu das Mondlicht im Bielersee spiegelt, kommt zur Hühnerhaut noch Herzflattern. Nur schon die romantische Idylle ist ein Besuch wert. Doch lohnt auch die Arbeit des Laienensembles eine Fahrt dorthin. Das Hoftheater zeigte in den vergangenen Jahren immer wieder sorgsam eingerichtete Produktionen von Profiregisseur Wolfgang Grabow. Dieses Jahr inszeniert er die zweite Gotthelf-Bearbeitung für die Erlacher Bühne. 2004 kam hier als Uraufführung eine dramatisierte Fassung der Erzählung «Wie Joggeli eine Frau sucht» heraus. Wie immer, wenn Gotthelf auf dem Spielplan steht, war der Publikumserfolg gross. Mit dem aktuellen Stück will das Hoftheater daran anknüpfen. Wenn die angekündigten Gewitter und Regenfälle dies zulassen, hat heute eine Gotthelf-Bearbeitung von Markus Michel Premiere: «Elsi, die seltsame Magd» kam in seiner Fassung erstmals 1997 im Berner Käfigturm-Theater auf die Bühne. Bemerkenswert am Erlacher Spielort ist auch, dass im früheren Landvogtei-Schloss nun ein Schulheim einquartiert ist und dass dieses einen Teil seiner Räume dem Theater überlässt. «Das Ensemble profitiert von einem schönen Aufführungsort, und uns ermöglicht diese Verbindung, uns gegen aussen zu öffnen», sagt Heimleiter Urs Anliker. Er und sein Team betreuen 32 normal begabte Jugendliche und Kinder in schwierigen Lebenslagen.Peter Steiger Vorstellungen: 13.Juli bis 6.August. Vorverkauf 032 3318120. >

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