Zum Hauptinhalt springen

«Er spielt den bösen Mann»

Der Servettien Daniel Rubin (24), Berner und ehemaliger SCB-Junior, spricht über die Finalserie und seinen Trainer Chris McSorley.

Die ersten Partien waren eng, in der dritten setzte sich der SC Bern deutlich durch. Worauf gründet die Differenz? Daniel Rubin: Wir haben zu viele Strafen genommen, die Berner haben die Überzahlsituationen genutzt – auch weil wir im Boxplay nicht immer mit der nötigen Disziplin agierten. War der Versuch, über die Emotionen ins Spiel zurückzufinden, die richtige Massnahme? Nach dem 1:3-Rückstand mussten wir reagieren, etwas ändern. Wir versuchten, körperbetonter zu agieren, Emotionen ins Spiel zu bringen; die Berner nahmen den Kampf an. Im Unterschied zu den ersten Partien hat man an diesem Abend richtiges Playoff-Eishockey gesehen. Was muss sich bei Ihrer Equipe im Hinblick auf die vierte Begegnung ändern? Die Detailpflege: Mit so vielen Konzentrationslücken wird sich kein Finalspiel gewinnen lassen. Sie sind in dieser Saison zum Erstliniencenter aufgestiegen. Weshalb läuft es Ihnen so gut? Die Pucks landen im Netz, das taten sie im letzten Winter nicht. Vermutlich hängt der Leistungssprung mit dem Selbstvertrauen zusammen. Ich schiesse zwei, drei Tore, der Trainer gewährt mir daraufhin mehr Einsatzzeit, beordert mich auch in entscheidenden Momenten aufs Feld; ich fühle mich gut und erfülle meine Aufgabe. Das klingt simpel, aber viel mehr steckt nicht dahinter. Trainer Chris McSorley ist eine der streitbarsten Figuren im Schweizer Eishockey. Wie erleben Sie den Kanadier? Als ausgezeichneten Trainer, der gelegentlich eigene Wege beschreitet. Wir tun, was er sagt; er ist der Alleinherrscher. Wie äussert sich das? Wenn Chris etwas verlangt, ist es nicht empfehlenswert, sich querzustellen. Er spielt hin und wieder den bösen Mann, dafür ziehen dann wirklich alle am gleichen Strick. Wir haben sicher nicht die talentierteste Equipe, aber wir stehen im Playoff-Final – der Erfolg gibt ihm Recht. Wie fühlt man sich als Berner, der in Genfer Diensten in der Postfinance-Arena antritt? Es ist immer speziell, in Bern zu spielen; selbst wenn die Leute gegen dich sind, kannst du die Kulisse geniessen. Das gilt für mich als Berner wie für Kollegen, die nicht in Bern aufgewachsen sind.Interview: mjs>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch