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«Englische Chansons» aus Zürich

LEA LUMit ihrer ersten CD

«Nein, ich habe ganz ehrlich keinen Druck gespürt», sagt die 26-Jährige. «Am Musikmachen an sich hat sich ja gegenüber vorher überhaupt nichts geändert.» Und dieses Musikmachen ist bei Lea Lu eine spontane Sache: «Das ist nicht steuerbar. Manchmal habe ich einen Geistesblitz, greife zur Gitarre, und dann kann ein Song in seiner Struktur auch mal in eineinhalb Minuten stehen.» Im Bandraum wird er dann gemeinsam eingeübt und erst später im Studio aufgenommen. «Eher südlich» 16 Songs haben es aufs zweite Album «Colour» geschafft. Das tragende Element ist Lus akustische Gitarre, doch auch Bläser, Streicher und Drums bekommen ihren Platz. Es sind eigene, kleine und raffiniert auf den Punkt gebrachte Stücke. Jazzige Einflüsse vermischen sich mit Pop und anderen nur diffus definierten Stilen. Die Künstlerin selbst bekundet Mühe mit einer exakten Schubladisierung ihrer Musik: «Ach, das ist schwer einzuordnen. Zum Teil vielleicht im Bereich Singer/Songwriter, aber sicher nicht in der skandinavischen Tradition. Schon eher südlich und mediterran. Das Treffendste wäre wohl Chanson, englisches Chanson!» «Unmittelbare Resonanz» Die meisten von Lus Songs haben einen melancholischen Unterton. Es ist viel von Trennung und Abschied die Rede. «Ja, das Schwere eignet sich halt einfach zum Songwriting. Wer das Album hört, kann sich vorstellen, was ich in den letzten eineinhalb Jahren erlebt habe.» So gibt sie in ihren Liedern einiges preis. Und doch hat sie eine Art Schutzmechanismus eingebaut: «Es sind persönliche Geschichten, aber ich erzähle sie in anderen Bildern.» Fröhlichere Nummern wie der «Tucataca Song» oder das «Outro» zeigen jedoch, dass Lea Lu auch richtig Spass haben kann. Diese Seite will sie ab April auf ihrer Tournee ausleben: «Ich freue mich am meisten auf die unmittelbare Resonanz meiner Songs im Publikum.» Patrick Sigrist ;Lea Lu «Colour» (Sony Music) erscheint am Freitag. Live: 14.April, Sous Soul Bern. 23.April , Étage Club Biel.>

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