Zum Hauptinhalt springen

Energiepolitik war das zentrale Thema

SteffisburgVier Kandidierende für die National- und Ständeratswahlen im Oktober beantworteten in Steffisburg Fragen zu Energie, Ausländerpolitik und Bildung.

«Die Diskussion soll als Plattform für Kandidierende aus unserer Region dienen.» Mit diesen Worten eröffnete Urs Stalder, Vizepräsident der FDP Steffisburg, das Podiumsgespräch vom Mittwochabend. Moderiert wurde der Anlass im Dachstock des Höchhus von TT-Redaktor Marco Zysset. Sofort entstand im Saal ein energischer Austausch über Atomenergie und mögliche Sparmassnahmen: «Wenn wir besser auf die Energieeffizienz achten, könnten wir 20 Prozent Energie einsparen», meinte Jürg Grossen aus Frutigen, Geschäftsleitungsmitglied der Grünliberalen Kanton Bern. Zudem sollen lokale Ressourcen wie Holz oder Wasser vermehrt als Rohstoff für Energie genutzt werden. Dem stimmte Sabina Stör aus Interlaken, Vizepräsidentin der SP Kanton Bern, zu. Wichtig sei ihr als Bödeli-Anwohnerin, dass es weiterhin unberührte Plätze in Interlaken und Umgebung gebe. Dies fördere den Tourismus und die Wirtschaft. «Eine dezentrale Ortsplanung ist viel einfacher, weil Kenntnisse über die eigene Ortschaft vorhanden sind», sagte EDU-Nationalrat Andreas Brönnimann aus Belp. In Bezug auf den Raum Thun hatte Jürg Grossen eine andere Meinung: «Es darf nicht sein, dass jede Gemeinde etwas für sich wurstelt und dabei den Blick für das Wesentliche verliert.» FDP-Mitglied Peter Dütschler wiederum möchte den Wald nutzen, «aber in Bern reissen die mir den Kopf ab, wenn ich diesen Wunsch äussere». Den Wald dürfe man nicht nutzen, aber der reichhaltige Boden einige Meter nebenan sei kein Problem. Das verstehe er nicht. Dass Kampfflieger der Schweizer Armee ersetzt werden sollen, ist nicht im Sinne von Sabina Stör. Peter Dütschler beschäftigt dagegen ein anderes Thema: «Wir müssen unbedingt die Führung des Militärs im Auge behalten. Nicht dass plötzlich Männer dort stehen, die lediglich Macht ausüben und schikanieren wollen.» Es dürften keine Skinheads in unserer Armee tätig sein. «Es gibt kein Menschenrecht, das besagt, dass alle Ausländer in die Schweiz einreisen dürfen», sagte Andreas Brönnimann. Alle Gesprächsteilnehmer waren sich aber einig, dass ausländische Arbeitskräfte oft eine höhere Leistungsbereitschaft zeigen als die Schweizer. «Wenn die Aufnahme ins Gymnasium strenger geprüft würde, hätten wir intelligente und strebsame junge Mitarbeiter, die wissen, wie man arbeitet», so Peter Dütschler.Tina Hadorn>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch