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Wo vor drei Jahren noch Ackerland war

«Einfach die Ruhe geniessen» – das macht Doris Wüthrich am liebsten, wenn sie in ihrem Garten in Alchenstorf sitzt.

Hektik und Trubel des Alltags hinter sich lassen: Dies geniesst Doris Wüthrich in ihrem Garten in Alchenstorf am allermeisten.
Hektik und Trubel des Alltags hinter sich lassen: Dies geniesst Doris Wüthrich in ihrem Garten in Alchenstorf am allermeisten.
Urs Baumann
Feder aus Marmor:  Doris Wüthrich hat auch für dieses Kunstwerk selbst Hand angelegt.
Feder aus Marmor: Doris Wüthrich hat auch für dieses Kunstwerk selbst Hand angelegt.
Urs Baumann
Aus Beton geformt : «Die Hühner sollen  Humor in den Garten bringen», sagt Doris Wüthrich.
Aus Beton geformt : «Die Hühner sollen Humor in den Garten bringen», sagt Doris Wüthrich.
Urs Baumann
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Vor dreieinhalb Jahren liess sich Doris Wüthrich frühpensionieren. Bereits sechs Monate vorher hatte sie den Wohnort gewechselt. Die heute 65-Jährige zog es vom Berner Oberland ins Emmental. Von der 15 000-Einwohner-Gemeinde Steffisburg ins Knapp-600-Seelen-Dorf Alchenstorf. Hier lebt die alleinstehende Rentnerin auf einem 546 Quadratmeter grossen Grundstück. Ihr grösstes Hobby – «meine Leidenschaft» – ist unübersehbar der Garten. Hier, wo vor drei Jahren noch Ackerland war, ist die ganz persönliche Oase der «Forum»-Leserin entstanden.

Viel geschwitzt, aber . . .

Bis es so weit war, hat Doris Wüthrich viel Schweiss vergossen. «Nur für das Allergröbste, das Montieren der Holzterrasse, das Platzieren des Wasserbeckens oder als es darum ging, drei grosse Ahorne zu pflanzen, habe ich einen Gärtner benötigt», erzählt sie. Die Gestaltung und das weitere Anpflanzen habe sie dann ganz allein und nach ihren Vorstellungen umgesetzt. «Mit dem Auto habe ich tonnenweise Steine angeschleppt – bis dieses unter dem Gewicht fast auseinandergefallen ist.» Und Steine braucht sie: Vor zehn Jahren hat die Hobbyfotografin nämlich die Bildhauerei entdeckt. Und so zieren zahlreiche selbst gemachte Figuren den Garten (siehe Bilder). Auch die Möbel hat Doris Wüthrich allesamt selber gezimmert und bemalt, «weil das Ganze eben auch eine Budgetfrage ist», begründet sie. Der harten Arbeit zum Trotz: Das Verschönern des «erweiterten Wohnraums, meiner Wohlfühloase», erfüllt sie mit grosser Zufriedenheit. Und was macht Doris Wüthrich am liebsten in ihrem Garten? «Einfach die Ruhe geniessen! Der üppigen Natur zuschauen, wie sie wächst.» Zuweilen auch vom Haus aus: «Dank der grossen Fenster habe ich den Garten und die kleinen Bewohner stets im Auge.» Mit den kleinen Bewohnern sind einerseits die handgefertigten Skulpturen gemeint, andererseits die Tierwelt. Auch diese fühlt sich wohl im Garten. «Igel, Bachstelze und Hausrotschwanz haben bereits eifrig gebrütet», erzählt sie.

«Das erfüllt mich mit Stolz»

Als «Prunkstück des Gartens» bezeichnet Doris Wüthrich das Wasserbecken. «Hier beobachte ich, wie sich das Wetter – der Regen, das Abendrot oder die Wolken – im Wasser spiegelt.» Weil ihr Wohlfühlort ums ganze Haus führt, hat die Neo-Emmentalerin stets Sonne. Am Morgen für die Zeitungslektüre mit einem Kaffee vor dem Haus – am Abend hinter dem Haus, wo sie ebenfalls oft am Lesen ist. Auch geniesse sie es, Freunde zu empfangen. Und es seien schliesslich auch ihre Besucher gewesen, die sie ermutigt hätten, ihren Garten im Rahmen der «Forum»-Sommerserie vorzustellen. Besucher, die ihr regelmässig bestätigten, ihr Garten strahle Harmonie aus. «Und das erfüllt mich mit Stolz.»

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