Lützelflüh

Welten, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten

LützelflühIn der Kulturmühle präsentieren vier Frauen ihr künstlerisches Schaffen: Es geht dabei um Keramikfrauen, Papiergefässe, Naturbildnisse und abstrakte Bilder.

Verschiedene Stilrichtungen, gemeinsame Ausstellung: Doris Hirzel, Kathrin Dardel, Eveline Stauffer und Sabina Hofkunst (von links) zeigen ihre Werke in der Kulturmühle.

Verschiedene Stilrichtungen, gemeinsame Ausstellung: Doris Hirzel, Kathrin Dardel, Eveline Stauffer und Sabina Hofkunst (von links) zeigen ihre Werke in der Kulturmühle. Bild: Olaf Nörrenberg

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Überall Frauen – Doris Hirzels Keramikfrauen. Alle zwei Handbreiten gross, alle mit ihrem eigensinnigen Gesichtsausdruck, mit ihrer eigensinnigen, in die Lüfte ragenden Haarpracht. Sie tragen unterschiedliche Kleidung und Namen wie Eleonore, Magdalena, Venus, Kokachin. Und sie sonnen sich auf der Blumenwiese, meditieren in Yogastellung oder stehen da mit Wolf und Fuchs an ihrer Seite. Ihre Schöpferin war Weltenbummlerin – und diese Frauen erzählen vom Leben in ihrer Heimat, wo immer die auch liegen mag. Gemeinsam ist ihnen die stolze ­Haltung, der Ausdruck, eine freie, eigenständige Persönlichkeit zu sein. Mit Ton zu arbeiten, sei ein heilender, schöpferischer Akt, sagt Doris Hirzel, die in Goldiwil im Berner Oberland ein Atelier betreibt.

Mehr als nur ein Blatt

Papier kann so viel mehr sein als ein Blatt, auf das man schreibt. Kathrin Dardel schöpft als Gestalterin und Kursleiterin alle Möglichkeiten aus, die Welt in Papierform darzustellen. Was immer ihr auf ihrem Heimetli in Trub in die Finger gerät, seien es Gräser, Stroh, Brennnesseln, Flachs oder auch Fasern aus Nepal, Thailand, Japan – es wird zu Papier. Aber was für Papier: In einem aufwendigen Herstellungsprozess wird die Materie zu durchscheinenden zarten Schleiern, eigenwilligen Geweben, einem wirren Fadenknäuel, ausfasernden Fransengebilden. Man könnte meinen, dass sie zu neuem Leben erweckt aus ihren Gefässen herausspriessen.

Sabina Hofkunst ist als na­turwissenschaftliche Zeichnerin und Illustratorin für das Zoolo-gische Museum der Universität Zürich und diverse Verlage imstande, die Natur detailgetreu abzubilden. Wild wuchernde Pflanzen, Vögel, Fische, Eidechsen oder eine Fledermaus im Mondeslicht: Sie lässt uns an ihren ­Beobachtungen teilhaben. Bis man beim Betrachten plötzlich stutzt: Wie kommt der Hosenknopf auf das Silbermänteli, was macht die kleine Maus auf dem riesigen Elefantenhaufen? Die Künstlerin vom Neuenburgersee lädt zu genauem Hinsehen ein und bereichert ihre Naturbildnisse mit Fantasie und einer Prise Humor.

Eigene Formensprache

Die Bilder von Eveline Stauffer sind abstrakt und geben Rätsel auf. Die freischaffende Kunstmalerin, die sich im alten Bahnhof in Hindelbank niedergelassen hat, malt in Acryl, Tusche und Kreide Formen, Zeichen und Symbole, die eine eigene Sprache sprechen. Manche Bilder erinnern an einen Stadtplan, vor dem man ratlos steht und der nie zum Ziel führen wird. Mit «City and Nature» sind einige betitelt, oder «At the Port» oder «In the Mountains». Die ehemalige Buchbinderin, die sich autodidaktisch zur Malerin entwickelte, stellt seit neunzehn Jahren ihre Werke aus und ist über die Landesgrenzen hinaus bekannt.

Ausstellung in der Kulturmühle ­Lützelflüh bis 18. März. Freitag 17–20 Uhr; Samastag 14–17 Uhr; Sonntag 11–17 Uhr. (Berner Zeitung)

Erstellt: 07.03.2018, 11:39 Uhr

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