Welche Rolle die Schulkommission spielt

Burgdorf

Wer ist für was zuständig? Diese Frage scheint bei der Führung der Volksschule Burgdorf nicht geklärt. Der Stadtrat verabschiedete deshalb den Antrag zur Revision des Schulreglements.

Die neue Leiterin der Burgdorfer Volksschule: Anna Müller. Welche Aufgaben bleiben der Schulkommission? (Archivbild/Thomas Peter)

Die neue Leiterin der Burgdorfer Volksschule: Anna Müller. Welche Aufgaben bleiben der Schulkommission? (Archivbild/Thomas Peter)

Dass eine Totalrevision des Schulreglements nötig ist, darüber war man sich am Montagabend in der Stadtratssitzung einig. Über die Parteigrenzen hinweg beauftragen die Stadträte den Gemeinderat, die Revision in die Wege zu leiten. Denn seit gut eineinhalb Jahren sind die Führungsstrukturen bei den Burgdorfer Schulen neu geregelt.

Anna Müller ist in der neuen Funktion als Leiterin Volksschule ­direkte Vorgesetzte der Schulleitungen und nicht mehr die Volksschulkommission (VSK), wie dies zuvor der Fall war.

Die Krise

Gerade diese neuen Strukturen sorgten denn auch für einige Unstimmigkeiten. «Hintergrund des Auftrags war eine Krise in der Volksschulkommission», sagte Urs Geiser, SP-Stadtrat und ­Vizepräsident der VSK.

So habe der vormalige Präsident, Christian Hofer, seine Wiederkandidatur überraschend zurückgezogen. Ein neuer Präsident wurde mit dem ehemaligen FDP-Gemeinderat, Martin Kolb, zwar in­zwischen gefunden. Dennoch scheint es gewisse Unklarheiten bei der Kompetenzverteilung zu geben.

«Wir müssen uns schon fragen, für was genau wir eigentlich da sind», sagte Urs Geiser. Es stelle sich die Frage, was die VSK noch mit den Schulen zu tun habe, wenn sie nicht mehr Vorgesetzte der Schulleitungen sei. So fordert die beauftragte Revision beispielsweise auch, zu klären, wer für die Besetzung von Schulleitungsstellen zuständig ist.

Man werde die Strukturen und die Gewährleistung der Informationsflüsse überdenken und dem Stadtrat ein überarbeitetes Reglement vorlegen, so der zustän­dige Gemeinderat Christoph Grimm. Zwei Jahre hat die Exe­kutive nun Zeit, eine entsprechende Vorlage auszuarbeiten.

Revision verabschiedet

Mit diesem Vorgehen zeigten sich die Stadträte einverstanden und überwiesen dem Gemeinderat den Antrag einstimmig.

Allerdings mit einer Ergänzung: Sie verlangten vorgängig, in einer Vernehmlassung schriftlich zur Totalrevision Stellung nehmen zu können.

Berner Zeitung

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