Wasserdieben auf der Spur

Hasle

Die Gemeinde Hasle will sichergehen, dass nicht unbemerkt Wasser verloren oder ­illegal bezogen wird. Die künftige Überwachung des Versorgungsnetzes ist ihm 340'000 Franken wert.

Das Wasserversorgungsnetz in Hasle soll besser überwacht werden.

(Bild: Heinz Diener)

Wasser ist ein kostbares Gut. Das merkt man in der Regel allerdings erst dann, wenn keines oder nicht mehr genug zur Verfügung steht. Den Wert des Wassers hat man deshalb auch in Hasle schon zu spüren bekommen. Im Jahr 2014 konnte die Gemeinde ihren Wasserbedarf aus den eigenen Quellen decken.

Seither gingen die Regenmengen zurück, es gab teils sehr trockene, heisse Sommer. Deshalb wurde die Bevölkerung im Sommer 2017 aufgerufen, den unnötigen Verbrauch von Wasser zu vermeiden. Denn Wasser, das von Dritten eingekauft werden muss, ist teurer als eigenes. Deshalb wirken sich Wasserverluste umso stärker aus.

Gegen Diebe

Zu Verlusten kann es kommen, wenn Leitungen defekt sind oder illegal Wasser ab Hydranten bezogen wird. Grosse Mengen können bereits heute mit einem gewissen Aufwand geortet werden. Kleinere Mengen hingegen, etwa bei Rissen in einer Hauszuleitung, können derzeit kaum lokalisiert werden.

Aus diesem Grund hat der Gemeinderat auf Antrag der Tiefbaukommission und nach Prüfung durch die Finanzkommission einen Kredit von 340'000 Franken genehmigt, damit ein System zur Überwachung des Wasserleitungsnetzes angeschafft werden kann. Dieser Kredit und die Folgekosten der Anschaffung belasten den Steuerhaushalt nicht – sie werden aus der Spezialfinanzierung Wasserversorgung finanziert.

Fakultatives Referendum

Kredite über 200'000 Franken unterliegen gemäss dem Organisationsreglement aber dem fakultativen Referendum. Fünf Prozent der Stimmberechtigten haben die Möglichkeit, bis zum 4. Juni das Referendum gegen diesen Kreditbeschluss zu er­greifen.

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