Von Millionenbetrug will Verteidigung nichts wissen

Den von der Luzerner Staatsanwaltschaft zur Anklage gebrachten Millionenbetrug eines IT-Händlers mit Verbindung zu den SCL Tigers hat es nach Ansicht der Verteidiger der vier Beschuldigten so nicht gegeben.

Die dem Kadermann vorgeworfene Deliktsumme beläuft sich auf 22 Millionen Franken.

Die dem Kadermann vorgeworfene Deliktsumme beläuft sich auf 22 Millionen Franken.

(Bild: Keystone)

Am Freitag ist der dreitägige Prozess vor dem Luzerner Kriminalgericht mit zwei weiteren Plädoyers der Verteidigung zu Ende gegangen. Sie forderte einen Freispruch für ihre beiden Man­danten. Diese hätten nicht betrügerisch ­gehandelt und höchstens arbeitsrechtliche, nicht aber strafrechtliche Fehler begangen.

Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden Männern vor, als Angestellte eines Computerherstellers einem Actebis-Kadermann zu fiktiven Bestellungen und nicht gerechtfertigten Rabatten verholfen zu haben. Als Gegenleistung hätten sie einen «Verbrecherlohn» erhalten. Die Staatsanwaltschaft forderte zwei bedingte Haftstrafen.

Neben den Ex-Mitarbeitern des Computerherstellers sind auch zwei ehemalige Actebis-Angestellte, ein Kadermann und ein Buchhalter, angeklagt. Die beiden Beschuldigten bestreiten die Hauptvorwürfe und geben nur kleinere Delikte zu. Die dem Kadermann vorgeworfene Deliktsumme beläuft sich auf 22 Millionen Franken.

Einen Teil des Geldes soll er den SCL Tigers überwiesen haben, bei denen er damals im Verwaltungsrat sass. Er soll als Haupttäter für sechs Jahre ins Gefängnis.

Das Urteil wird zu einem späteren Zeitpunkt schriftlich bekannt gegeben.

sda

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