Und wieder ein Ja zur Turnhalle

Hindelbank

Hat das jahrelange Hin und Her um die Erweiterung von Turnhalle und Aula jetzt ein Ende? Der Sou­verän jedenfalls sprach sich deutlich für den Bau einer Doppelturnhalle aus und bewilligte dafür einen Kredit von 9,7 Millionen Franken.

Die Tage der alten Turnhallen sind gezählt:?An ihrer Stelle wird eine Doppelturnhalle errichtet. Baubeginn soll im kommenden Spätsommer sein. Thomas Peter<p class='credit'>(Bild: Thomas Peter)</p>

Die Tage der alten Turnhallen sind gezählt:?An ihrer Stelle wird eine Doppelturnhalle errichtet. Baubeginn soll im kommenden Spätsommer sein. Thomas Peter

(Bild: Thomas Peter)

Zum wiederholten Male stand in Hindelbank das Thema «bauliche Massnahmen Turnhallen und Aula» auf der Traktandenliste einer Gemeindeversammlung. Bereits im Jahr 2011 sagten die Hindelbanker Ja zu einem 6,2-Millionen-Projekt, das aber nie ausgeführt wurde.

Den im Dezember 2013 vorgelegten Projektkredit von 7,4 Millionen verwarf das Volk zwar, hiess im August 2014 jedoch einen Betrag von 8,2 Millionen Franken für das Vergrössern von Turnhalle und Aula gut. Zwei Monate später wurde das Projekt jedoch wieder gestoppt, weil bei der unteren Halle aus Sicherheits- und Statikgründen eine zusätzliche Stützmauer oder eine dickere Decke hätte eingebaut werden müssen.

Nach Vorgaben des Bundes

«Wir haben Fehler gemacht und entschuldigen uns hierfür in aller Form», sagte Gemeinderatspräsident Daniel Wenger (parteilos) zu den 125 anwesenden Stimmberechtigten am Dienstagabend. Wegen der grossen Unzulänglichkeiten des im vergangenen Jahr bewilligten Projekts habe der Gemeinderat entscheiden, dem Souverän einen neuen Erweiterungsbau mit einer Doppelturnhalle auf dem Niveau der alten unteren Turnhalle zu unterbreiten. «Die gesamte Grundfläche von 1200 Quadratmetern lässt sich durch eine Faltwand in zwei gleich grosse Hallen trennen», erläuterte der Gemeinderatspräsident. Im Gegensatz zu den bisher präsentierten Projekten, die zwei Turnhallen mit verschiedenen Raumhöhen vorsahen, entspreche die jetzt vorgesehene Doppelturnhalle bezüglich Nutzungsfläche und Höhe den Vorgaben des Bundesamts für Sport. Der Gemeinderat beantragte der Versammlung einen Baukredit von 9,7 Millionen Franken. «In dieser Summe ist ebenso die Erweiterung der Aula und der Einbau der Schulküche eingeschlossen», sagte Wenger.

Genügend Mittel vorhanden

Das Vorhaben löste an der Versammlung keine grossen Diskussionen aus. Einzig ein Votant befürchtete, dass mit dem Neubau in absehbarer Zeit auch eine Steuererhöhung einhergehe. «Es sind genügend Mittel vorhanden, so wie es im Finanzplan derzeit aussieht, können wir diese Investition ohne Steuererhöhung bewältigen», antwortete Daniel Wenger. Wie er weiter ausführte, rechnet der Gemeinderat nach dem Bau mit jährlichen Betriebskosten von rund 700 000 Franken inklusive Abschreibungen. Als gewisses Risiko nannte der Gemeinderatspräsident indes die mögliche Abspaltung von Bäriswil und Krauchthal aus dem Oberstufenverband. Dies könnte Mindereinnahmen von jährlich 300 000 Franken bedeuten, was einem Steuerzehntel entspreche. Deutlich fiel am Schluss die Abstimmung aus. Bei sechs Nein-Stimmen sprach sich die Versammlung mit grossem Mehr für den Bau einer Doppelturnhalle aus. «Mit der Annahme wird das bisherige Projekt ersetzt», erklärte Wenger.

Läuft alles rund, dürften die Baumaschinen im Spätsommer 2016 auffahren. Der Gemeinderat rechnet mit einer Bauzeit von etwa einem Jahr.

Geld für Sanierungen

Oppositionslos genehmigten die anwesenden Stimmberechtigten zudem einen Kredit von 340 000 Franken für die Sanierung der Wasserleitung und der Strasse am Mühlegässli sowie 280 000 Franken für ähnliche Arbeiten am Juraweg. Zustimmung fand ebenso eine Teilrevision des Baureglements.

Berner Zeitung

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