Ulrich Sutter hilft nicht mehr

Langnau

Der langjährige Präsident der Ilfis Stadion AG hat demissioniert. Ulrich ­Sutter mag sich nicht für ein zweites Eisfeld engagieren.

Ulrich Sutter, langjähriger Präsident der Ilfis Stadion AG, mag sich nicht für ein zweites Eisfeld bei der Ilfishalle (Bild) engagieren.

Ulrich Sutter, langjähriger Präsident der Ilfis Stadion AG, mag sich nicht für ein zweites Eisfeld bei der Ilfishalle (Bild) engagieren.

(Bild: Marcel Bieri)

Als es darum ging, das Ilfis-Stadion nicht nur zu sanieren, sondern auch um einen Eventbereich zu erweitern, stand Ulrich Sutter voll hinter den Plänen. Als Präsident der Ilfis Stadion AG (Isag) begrüsste er das Engagement des Unternehmers Peter Jakob, der den Anbau mit dem Tigersaal und der Jakob-Galerie finanzierte.

Doch jetzt, da Peter Jakob mit seiner Sport und Event AG den zweiten Teil seiner Vision verwirklichen will, verlässt Sutter die Isag. Er ist nicht mehr dabei, wenn neben dem Stadion ein neues Gebäude entsteht, das ein zweites Eisfeld enthalten wird.

«Es braucht andere Köpfe»

«Ich vertrete die Meinung, dass es dieses zweite Eisfeld in Langnau nicht braucht», sagt Sutter. Weil der Neubau direkt mit der bestehenden Eishalle verbunden werden soll, sind Schnittstellen mit der Isag unausweichlich.

Bisher habe die Infrastrukturgesellschaft nichts zur Projektierung beigetragen, Jakob habe sämtliche Vorabklärungen auf eigene Rechnung getroffen, sagt Ulrich Sutter. Doch für ihn ist klar, dass es zwischen der Isag als Besitzerin des Eisstadions und Peter Jakob bald «viele Fragen zu klären» gibt.

«Dafür braucht es jetzt andere Köpfe», sagt Sutter. Er selber stellt sich für diese Aufgabe nicht mehr zur Verfügung, betont aber, dass keine Unstimmigkeiten zu seiner Demission geführt hätten. Auch habe diese nichts zu tun damit, dass sein Bruder Walter Sutter vorletztes Wochenende zum Gemeindepräsidenten von Langnau gewählt worden sei. Ulrich Sutter präsidierte die Isag seit 2006.

Ein Gemeinderat springt ein

Gemäss der «Wochen-Zeitung für das Emmental und Entlebuch» (WZ) wurde der Langnauer SVP-Gemeinderat Bernhard Gerber zum neuen Verwaltungsratspräsidenten der Isag gewählt.

Er wird sich in nächster Zeit nicht bloss mit dem zweiten Eisfeld auseinandersetzen müssen. Eine andere Aufgabe beschäftigt den Verwaltungsrat aktuell: Bis zum Beginn der Saison 2018/2019 müssen in allen Stadien, in denen Nationalliga A- und B-Spiele stattfinden, flexible Banden montiert werden.

Das koste die Isag 250 000 Franken, wie die WZ aus deren Geschäftsbericht zitiert. Noch sei die Frage der ­Finanzierung zwischen der Isag als Vermieterin der Eisinfrastruktur und den SCL Tigers nicht geklärt.

sgs

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