Burgdorf

Steckdosen für alle in Burgdorf?

BurgdorfDer Burgdorfer Gemeinderat muss aufzeigen, wie öffentliche Ladestationen für Elektrofahrzeuge geschaffen und betrieben werden können. Dies hat der Stadtrat beschlossen.

Bei der Velostation an der Bucherstrasse 6 besteht die Möglichkeit, E-Fahrzeuge anzuschliessen.

Bei der Velostation an der Bucherstrasse 6 besteht die Möglichkeit, E-Fahrzeuge anzuschliessen. Bild: Marcel Bieri

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Die Frage, ob öffentlich zugängliche Ladestationen für Elektrofahrzeuge von Burgdorf geschaffen und betrieben werden sollen, gab am Montagabend im Stadtrat zu reden. Zu Wort meldeten sich primär Volksvertreter, die vom Begehren der Grünliberalen (GLP) nichts wissen wollten. Wenn solche Stationen dem Privatverkehr dienen sollten, dann stehe sie dem Postulat der GLP skeptisch gegenüber, sagte Tabea Bossard-Jenni (EVP).

Anders sähe es aus, wenn der elektrische öffentliche Verkehr der Nutzniesser wäre. Philipp Schärf (GLP) stellte klar, dass der Vorstoss seiner Partei nur ein Prüfungsauftrag sei. Dass die Stadt Elektroladestationen schaffe und betreibe, werde nicht jetzt entschieden.

Trotz dieser Klarstellung plädierte Marcel Meier namens der SVP-Fraktion für ein Nein zum Postulat: «Es geht darum, keine falschen Signale zu senden und keinen Leerlauf zu produzieren.» Elektroladestationen seien keine Stadtaufgabe. In die gleiche Kerbe schlug Fabian Käsermann (SP). Den Individualverkehr zu fördern, sei nicht Sache der Stadt. In diesem Punkt sei er für einmal gleicher Meinung wie die SVP.

Die Exekutive steht dahinter

Überraschend deutlich fiel dann die Abstimmung aus: Das Postulat wurde mit 22 Ja, 14 Nein und 2 Enthaltungen an den Gemeinderat überwiesen. Dieser soll nun in einem Bericht und eventuell durch Anträge an den Stadtrat verschiedene Möglichkeiten aufzeigen, wie die Stadt oder Private öffentlich zugängliche Elektroladestationen schaffen und betreiben könnten.

Die Exekutive steht dem Prüfungsantrag der GLP offen gegenüber. Die Legislaturplanung 2017 bis 2020 des Gemeinderates sehe die Erarbeitung einer Mobilitätsstrategie vor. Diese soll noch im laufenden Jahr an die Hand genommen werden. Die im Postulat aufgeworfenen Fragen sollen bei der Ausarbeitung dieser Strategie diskutiert und beantwortet werden, hielt der Gemeinderat fest. (ue)

Erstellt: 07.02.2018, 19:19 Uhr

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