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Es klafft ein Loch von 7 Millionen

Die Personalvorsorgestiftung Region Emmental, der das Stadtpersonal und die Belegschaft der Localnet AG angeschlossen sind, muss ihre Unterdeckung beheben. Für die Versicherten hat dies unangenehme Folgen: Ihre Renten sinken.

In die Stadtverwaltung integriert: Die Personalvorsorgestiftung Region Emmental wird vom Kirchbühl aus geführt.
In die Stadtverwaltung integriert: Die Personalvorsorgestiftung Region Emmental wird vom Kirchbühl aus geführt.
Thomas Peter

Angefangen hat alles während der Finanz- und Wirtschaftskrise: 2008 resultierte ein Verlust von 22 Millionen Franken. Damit verringerte sich der Deckungsgrad der Personalvorsorgestiftung Region Emmental (PRE) auf einen Schlag von 106 auf knapp 88 Prozent.

Seither kämpft die Pensionskasse des Burgdorfer Stadtpersonals, der Localnet AG, der Hallenbad AG, des regionalen Eissportzentrums, der Beruflichen Weiterbildungskurse, der ARA sowie der Spielgruppe Kinderland mit einer Unterdeckung. Aktuell liegt der Deckungsgrad immerhin wieder bei 95 Prozent, was aber immer noch nicht genügt.

Die Bernische BVG- und Stiftungsaufsicht verlangt bis in zwei Jahren die Ausfinanzierung.

Ob die PRE nach der Ausfinanzierung selbstständig bleibt, ist offen.

Die 290 Versicherten werden sich wohl oder übel an der Sanierung der Pensionskasse beteiligen müssen. Die Unterdeckung wurde per Ende 2015 mit 7,4 Millionen Franken beziffert.

Tieferer Umwandlungssatz

In welchem Umfang sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer an der Gesundung der Vorsorgestiftung beteiligen werden, soll ein externer Projektleiter ausarbeiten. «Wir streben eine faire Lösung an», sagt PRE-Geschäftsführer Peter Hofer, der zugleich die Finanzdirektion der Stadt leitet.

Bereits entschieden ist jedoch, dass der Umwandlungssatz zwischen 2018 und 2021 etappenweise von 6,4 auf 5,2 Prozent gesenkt wird. Mit anderen Worten: Die Renten für Neubezüger sinken. Das schreibt die PRE in einer Mitteilung.

Sehr viele Rentner

Hauptgründe für die Schwierigkeiten der Pensionskasse sind das tiefe Zinsniveau sowie der unvorteilhafte Altersmix an Versicherten: «Wir haben gleich viele Erwerbstätige wie Rentner», sagt Hofer.

«Wir haben gleich viele Erwerbstätige wie Rentner.»

Peter Hofer, Geschäftsführer PRE

Anders gesagt: Wenn die notwendige Rendite nicht anderweitig erwirtschaftet werden kann, müssen die aktiv Versicherten die Lücken mitfinanzieren, welche die ausbezahlten Renten verursachen.

Nicht geholfen haben der Personalvorsorgestiftung Region Emmental sicherlich auch die Austritte der Gemeinde Oberburg 2010 und vor allem jener des Spitals Emmental 2012. Wobei Peter Hofer diese Effekte nicht als entscheidend einstuft.

Hofer ist sich bewusst, dass die Massnahmen einschneidend sind. «Allerdings werden wir danach strukturell sehr gut aufgestellt sein.» Ob die relativ kleine PRE auch in Zukunft auf eigenen Beinen wird stehen können oder ob dereinst der Anschluss an eine grössere Kasse zum Thema werden könnte, sei heute nicht vorhersehbar.

«Zuerst müssen wir unsere Hausaufgaben machen, die technischen Grundlagen anpassen und die Deckungslücke schliessen.»

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