RBS fasst Stockacher für Depot ins Auge

Bätterkinden

Der betrieblich günstigste Standort für das Depot des RBS liegt im Stockacher in Bätterkinden. Eine externe Studie wird die Standortsuche nun überprüfen.

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Der Regionalverkehr Bern-Solothurn (RBS) hat für sein neues Abstelldepot einen Standort in Bätterkinden im Visier. Rund 200 Einwohner zeigten sich an der Infoveranstaltung aber skeptisch gegenüber dem Standort auf Kulturland.

Aus betrieblicher Sicht sei der Standort Bätterkinden Stockacher am besten geeignet für ein Depot, sagte RBS-Direktor Fabian Schmid am Donnerstagabend in Bätterkinden. Im Vorfeld wurden über 30 Standorte geprüft.

In Frage kommen für den RBS die Abschnitte Worblaufen-Zollikofen und Bätterkinden. Das Bahnunternehmen sucht nach einer Landfläche von rund vier Hektaren, um mindestens 13 zusätzliche Züge unterzustellen

Die Wahl ist auf Bätterkinden gefallen, weil ein Bau technisch einfach zu realisieren und finanziell günstig ist. Zudem sei es in Bätterkinden möglich, Synergien im Unterhalt und Bahndienst zu nutzen, sagte Schmid.

Er betonte jedoch immer wieder, dass über den Standort noch nicht fix entschieden worden sei. Dem RBS liege der Dialog mit der Bevölkerung am Herzen.

Infoanlass für Bevölkerung

Der RBS scheint bestrebt, es besser zu machen als die BLS, die mit ihrem Standortentscheid für ein neues Depot in Bern-Riedbach nicht nur die Bauern vor Ort vor den Kopf stiess. Deshalb luden die Gemeinde Bätterkinden und der RBS die Bevölkerung zu einem Informationsanlass mitsamt Fragerunde ein.

Zahlreiche Bewohner äusserten denn auch Bedenken wegen der Lärmemissionen, ihrer Aussicht und wegen dem Schulweg ihrer Kinder. Zudem werde der vorgesehene Standort momentan für die Landwirtschaft genutzt, wurde immer wieder argumentiert. Gemeindepräsident Beat Linder gab unumwunden zu, dass aus dem Depotbau keine Vorteile für Bätterkinden entstehen.

Unabhängige Studie prüft weitere Aspekte

Als nächsten Schritt hat die RBS eine unabhängige Studie in Auftrag gegeben, welche landschaftliche, ökologische und raumplanerische Aspekte prüfen soll. In die Studie können Fragen aus der Gemeinde und der Bevölkerung einfliessen. Die Resultate sollen schon diesen Sommer vorliegen.

Das Bahnunternehmen will spätestens bis im dritten Quartal dieses Jahres einen Standortentscheid treffen. Ende 2023 soll das Depot voraussichtlich in Betrieb genommen werden. Der RBS rechnet mit Baukosten in Höhe von 30 bis 50 Millionen Franken.

Um die stetig wachsende Zahl der Fahrgäste auch in Zukunft transportieren zu können, plant der RBS das Sitzangebot um 50 Prozent zu erhöhen. Deshalb wird der Bahnhof Bern neu gebaut, und die übrigen Bahnhöfe zwischen Solothurn und Jegenstorf werden ausgebaut.

Zudem sollen zwischen Solothurn und Bern künftig längere Züge verkehren. Mit den zusätzlichen Zugteilen kommt die Bahn in den Abstellanlagen an Kapazitätsgrenzen. Deshalb muss sie ein neues Depot bauen.

sih/sda

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