Rasierklinge im Schinken

Kirchberg

In der Region Kirchberg treibt offenbar ein Hundehasser sein Unwesen. Er soll Rollschinken mit einer Rasierklinge versetzt ausgelegt haben.

Susanne Graf

«Nie hätte ich gedacht, dass wir hier mal so etwas posten müssen», schrieb Reto Curti am Montagabend auf Facebook. In seiner Praxis in Lyssach bekam es der Tierarzt mit einem Hund zu tun, der am Nachmittag an der Emme, auf der Höhe der Badi Kirchberg, einen Fund gemacht hatte, der ihm leicht hätte zum Verhängnis werden können: ein Stück Rollschinken, das mit einer zer­brochenen Rasierklinge bestückt gewesen sei. Die Hundehalterin habe sofort interveniert, der Vierbeiner ebenso rasch gehorcht und das Stück auf Kommando herausgegeben, berichtete der Tierarzt.

Der Belgische Schäferhund blieb unverletzt. Trotzdem machte Reto Curti den Vorfall über Facebook publik. «Ich finde, die Hundehalter müssen das zur Kenntnis nehmen, aufpassen und versuchen, Leuten, die so etwas machen, auf die Schliche zu kommen», erklärte er am Dienstagnachmittag gegenüber der BZ, als sein Beitrag bereits fast 2000-mal geteilt worden war.

Die Frau meldete den Vorfall der Polizei, wie diese auf Anfrage bestätigte. Doch laut Reto Curti hatte sie nicht daran gedacht, das Stück Fleisch aufzubewahren, vielmehr habe sie es in einem ­Robidog entsorgt. Trotz entsprechender Nachsuche sei vor Ort nichts gefunden worden, was ­hätte untersucht werden können, hielt Polizeisprecher Dominik Jäggi fest.

Berner Zeitung

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt