Räbloch: Der Auftrag ist vergeben

Eggiwil

Die involvierten Schwellenkorporationen ­haben eine Firma gefunden, welche die Schlucht entstopft. Die Räumungsarbeiten sollen im Frühjahr 2019 beginnen.

<b>Vielleicht kann man die Schlucht</b> dereinst wieder passieren – und muss sich nicht mit Steinmandlibauen vor dem Eingang begnügen.

Vielleicht kann man die Schlucht dereinst wieder passieren – und muss sich nicht mit Steinmandlibauen vor dem Eingang begnügen.

(Bild: Hans Wüthrich)

Seit dem Unwetter vom Juli 2014 verstopfen etwa 1700 Kubikmeter Schwemmgut die Schlucht der Emme bei Eggiwil (wir berichteten). Vor dem Eingang haben sich ausserdem weitere 500 Kubikmeter Material angestaut. Nun haben die betroffenen Schwellenkorporationen Eggiwil und Schangnau den Auftrag für die Entfernung des Materials vergeben. Die Firmen Stoller und Lauber sowie Lauber und Co.

Forstunternehmung aus Frutigen hätten Mitte Juni den Zuschlag unter Vorbehalt der Projektbewilligung erhalten, heisst es in einer Medienmitteilung.Die Räumung des Räblochs wurde öffentlich ausgeschrieben. Gemäss Communiqué bestand die Herausforderung darin, eine technische und logistische Lösung zu finden, die sowohl finanzierbar wie auch für die Umwelt verträglich ist. Insgesamt haben sich elf Firmen um den Auftrag beworben und verschiedene Konzepte vorgeschlagen.

Laut Hans Wittwer, Präsident der Schwellenkorporation Eggiwil, wollen die Unternehmen aus Frutigen das Problem mit einer Seilbahn lösen, die oberhalb der Schlucht installiert werden soll. Von dieser aus werde auf Schienen über der Verklausung ein Greifer montiert.

Ähnlich einem Heukran werde dieser zu bedienen sein, sodass wohl viel Material aus dem Haufen geholt werden könne, ohne dass Männer im Wasser oder auf dem instabilen schwimmenden Haufen arbeiten müssten. «Denn man weiss nie, wie sich die Masse verhält – und man merkt dort unten nicht, wenn ein Gewitter droht», umschreibt Wittwer die im Räbloch lauernden Gefahren.

Im Dezember vergangenen Jahres betonte der Korporationspräsident, mehr als eine Million Franken dürfe die Räumung nicht kosten. «Wenn es gut läuft, bleiben wir mit dieser Lösung unter den budgetierten Kosten», sagt Wittwer. «Wenn aber viel Material hervorkommt, das teuer entsorgt werden muss, wird der Kredit überschritten.»

Zurzeit werde durch das beauftragte Ingenieurbüro Geotest AG, Zollikofen, ein Wasserbaubewilligungsdossier erstellt. Sofern alle Bewilligungen vorhanden seien, könne im Frühjahr 2019 mit den Räumungsarbeiten im Räbloch begonnen werden, heisst es in der Mitteilung weiter. Im Jahr darauf soll es dann wieder möglich sein, die Schlucht zu begehen.

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