Positives Signal für zweites Eisfeld

Schüpbach

Die lang ersehnte Antwort vom Kanton ist da: Grundsätzlich erachtet er die Realisierung einer Markthalle im Hübelischachen – und den Bau einer neuen Zufahrt – als bewilligungsfähig.

Die Reithalle im Hübelischachen könnte laut Kanton über eine neue Zufahrtsstrasse erschlossen werden.<p class='credit'>(Bild: Thomas Peter)</p>

Die Reithalle im Hübelischachen könnte laut Kanton über eine neue Zufahrtsstrasse erschlossen werden.

(Bild: Thomas Peter)

Darauf haben viele im oberen Emmental mit Spannung gewartet: auf den Brief des kantonalen Amts für Gemeinden und Raumordnung, der eine Voranfrage aus Signau beantwortet. Der Gemeinderat setzt sich dafür ein, dass die Markthalle, die heute neben dem Ilfisstadion in Langnau steht, in Schüpbach realisiert werden kann.

Denn dort steht im Hübelischachen eine Reithalle leer. Deren Umnutzung setzt aber voraus, dass für eine neue Zufahrtsstrasse Landwirtschaftsland geopfert wird. Wie der Kanton nun verlauten liess, sei dies «grundsätzlich bewilligungsfähig», sagt Christine Aeschlimann. Sie ist im Signauer Gemeinderat für das Bauwesen zuständig. Obwohl die Antworten der zuständigen Ämter «positiv tönen», dämpft Christine Aeschlimann zu hohe Erwartungen: «Es handelt sich lediglich um ein Signal.» Ob das Projekt tatsächlich realisiert werde, hänge noch von vielen Faktoren ab.

Schwierige Lektüre

«Immerhin steht die Ampel jetzt eher auf Grün als auf Rot», kommentiert Ernst Kühni. Zusammen mit seinem Bruder Ulrich beabsichtigt er, das Reithalleareal zu kaufen und den neuen Nutzern zur Verfügung zu stellen. Denn Kühni hat als Verwaltungsrat der SCL Tigers ein Interesse daran, dass der Verband Markthalle Oberes Emmental den Platz neben der Ilfishalle freigibt. Dort möchte Tigers-Präsident Peter Jakob mit seiner Sport und Event AG ein zweites Eisfeld bauen. Das kann er nur, wenn die Landwirte einen neuen Standort finden und bereit sind, den Baurechtsvertrag mit der Gemeinde Langnau vorzeitig aufzulösen.

«Immerhin steht die Ampel jetzt eher auf Grün als auf Rot.»Ernst Kühni

Als Mitinhaber der in Ramsei ansässigen Holzbaufirma Kühni AG kennt sich Ernst Kühni in Baufragen aus. Doch aus dem Schreiben des Kantons sei ihm nicht klargeworden, welche Bedingungen genau erfüllt sein müssten, damit das Projekt in Schüpbach dereinst tatsächlich bewilligt werden könne. Das müsse das beauftragte Planungsbüro nun erst einmal beant­worten.

Danach brauchen die Brüder Ernst und Ulrich Kühni die Zu­sage der künftigen Nutzer des Areals. Nebst dem Verband Markthalle sind dafür der Oberemmentalische Reitverein sowie die Reithallengesellschaft Langnau vorgesehen. Ernst Kühni hofft, in den nächsten Tagen den Kaufvertrag mit den heutigen Liegenschaftsbesitzern unterzeichnen zu können. Damit wäre ein weiterer Schritt getan.

Von regionaler Bedeutung

Die nächste Hürde besteht dann in der Genehmigung einer Überbauungsordnung, die nun erarbeitet werden muss.

Christine Aeschlimann ist froh um das positive Zeichen aus Bern. Sie betont, dass der Kanton für ein privates Vorhaben nicht Hand bieten würde. Nur weil es sich um ein Projekt von regionaler Bedeutung handle, bestehe eine Chance, die neue Zufahrt über Landwirtschaftsland realisieren zu können.

Derweil wartet Peter Jakob auf die Baubewilligung für das Gebäude, das unmittelbar ans Ilfisstadion angebaut werden soll. Einzig der Verband Markthalle Oberes Emmental hat eine Einsprache gegen das 18,67-Millionen-Projekt eingereicht. Doch die Landwirte hätten in Aussicht gestellt, diese zurückzuziehen, sagt Jakob. Wenn der Umzug nach Schüpbach zustande kommt, dürfte Jakobs Plänen von juristischer Seite nichts mehr im Weg stehen. Dann muss er «nur» noch die Frage der Finanzierung klären.

Berner Zeitung

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