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Nun muss der Werkhof weichen

Der Abbruch der ehemaligen kantonalen Einrichtung neben dem Bahnhof Steinhof startet in diesen Tagen. Im Frühling beginnt der Bau von zwei Mehrfamilienhäusern mit total 52 Mietwohnungen.

Bis im Frühjahr werden diese Gebäude beim Bahnhof Steinhof in Burgdorf von der Bildfläche verschwunden sein.
Bis im Frühjahr werden diese Gebäude beim Bahnhof Steinhof in Burgdorf von der Bildfläche verschwunden sein.
Thomas Peter

Die Wok Hofguet AG der beiden Pensionskassen Coopera PUK und die Gepabu brauchte einen langen Atem, bis sie nun die Baumaschinen auffahren lassen kann. Jetzt aber steht dem Bau von zwei etwa gleich langen Wohnhäusern mit 25 respektive 27 Mietwohnungen am Ludwig-Schläfli-Weg, just südlich des Bahnhofs Steinhof, nichts mehr im Weg.

Nach dem Anbringen der Baustellinstallation ist diese Woche der Abbruch der Gebäude des ehemaligen kantonalen Werkhofs geplant. Bereits abgeschlossen sei die Altlastensanierung, sagte Jürg Sollberger von der Arge Reinhardpartner Architekten und Planer AG/Werkgruppe AGW am Montag auf Anfrage.

Die Wohnhäuser auf dem rund 5200 Quadratmeter grossen früheren Werkhofareal werden im Minergie-P-Standard erstellt. Der Bau der insgesamt 52 Wohnungen mit zwei bis fünfeinhalb Zimmern orientiert sich an einem bereits realisierten Projekt in Bern-Bümpliz Süd. Das sogenannte Laubenhaus besteht aus Reihenhäusern mit eigenem Garten.

Im Obergeschoss werden Duplexwohnungen gebaut, die über eine «Rue intérieure» zugänglich sein werden. Dies gilt auch für die Kleinwohnungen. Im anderen Gebäude, das näher beim Bahnhof Steinhof stehen wird, sind im Parterre zudem fünf Ateliers geplant, die je einen eigenen Zugang vom Ludwig-Schläfli-Weg her haben.

Diese können allerdings auch mit den Gartenwohnungen verbunden werden. Die Einfahrt in die Einstellhalle mit 24 Plätzen befindet sich zwischen den beiden Neubauten.

Die geplante Wohnsiedlung Hofguet soll in weniger als zwei Jahren bezugsbereit sein. Bild: Philipp Obkircher/zvg
Die geplante Wohnsiedlung Hofguet soll in weniger als zwei Jahren bezugsbereit sein. Bild: Philipp Obkircher/zvg

Neue Wohnformen

Das Ziel der gemeinnützigen Wok Hofguet AG ist es, günstigen Wohnraum zu schaffen. Im letzten Herbst gingen die Architekten davon aus, dass die Monatsmiete für eine 95 Quadratmeter grosse 3 1/2-Zimmer-Wohnung etwa 1450 Franken betragen werde.

Die Wohnungen werden nach dem Mietmodell der Stiftung Wohnqualität vermietet: Die Erstmieter können den Innenausbau ihrer Wohnung mitbestimmen; es besteht auch die Möglichkeit, zwei bis drei Ein­heiten mit einer Treppe zu verbinden und als Mehrgenerationenwohnung oder Wohngemeinschaft zu nutzen. Dies setzt ­voraus, dass die Mieter ihre Wohnung schon in der Rohbauphase reservieren.

Immer wieder Einsprachen

Mit dem Bau der Wohnsiedlung Hofguet geht ein langes juristisches Hin und Her zu Ende. Das erste Projekt erlitt vor bald vier Jahren Schiffbruch, weil die baurechtlichen Grundlagen unklar waren. Gegen den Bau von mehr als 50 Wohnungen hagelte es damals aus dem Hofguetquartier Einsprachen.

2015 wurde ein neues Projekt vorgestellt, das weniger lang und weniger hoch war. Doch trotz Redimensionierung wurde der Baustart durch Einsprachen erneut verzögert. Im letzten Herbst erhielt die Wok Hofguet AG als Bauherrin dann aber die Baubewilligung. Die von der BLS geplante Verschiebung des Bahnhofs Steinhof in Richtung Oberburg soll laut Architekten für den Bau der Wohnsiedlung keine baulichen Einschränkungen zur Folge haben.

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