Nun geht die Post doch zu

Schangnau

Schangnau hat den mehrjährigen Kampf verloren: Die Post schliesst ihre Niederlassung in Schangnau. An ihre Stelle tritt eine Postagentur in der Bäckerei Neuenschwander.

Die Poststelle in Schangnau (rechts hinten im Bild) geht nun doch zu.<p class='credit'>(Bild: Hans Wüthrich)</p>

Die Poststelle in Schangnau (rechts hinten im Bild) geht nun doch zu.

(Bild: Hans Wüthrich)

Rund vier Jahre haben sie gedauert, die Verhandlungen zwischen der Schweizerischen Post und der Gemeinde Schangnau. Nun gibt es nichts mehr zu reden. Die Post hat gegen den Willen des Gemeinderates beschlossen, die Postfiliale in Schangnau aufzugeben. Der Zeitpunkt der Schliessung ist noch nicht bekannt.

Der gelbe Riese begründet den Entscheid mit der «insgesamt ­bescheidenen und rückläufigen Nachfrage nach postalischen Dienstleistungen am Schalter». Auch die reduzierten Öffnungszeiten, die seit 2013 gelten, hätten nicht zu einer wirtschaftlichen Rentabilität geführt, wie die Post in einem Schreiben an die Kunden festhält.

Als Alternative wird künftig in der Bäckerei Neuenschwander eine Postagentur geführt, wo Briefe und Pakete abgeholt sowie aufgegeben werden können. Auch Geldbezüge sind möglich. Jene Siedlungen und Höfe, die ausserhalb des Dorfkerns liegen, profitieren künftig von einem Hausservice.

Rekurs ist möglich

Noch hat die Gemeinde Schangnau eine kleine Chance, dass die Poststelle erhalten bleibt: Sie kann bei der Postcom, der unabhängigen Regulierungsbehörde im Postmarkt, intervenieren. Wie auf Anfrage zu erfahren war, ­wolle der Gemeinderat nächste Woche an seiner Sitzung über eine allfällige Einsprache entscheiden.

phm/BZ

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