Neues Zuhause für die Gemeinschaft

Affoltern

In der alten Zimmerei Akermann will sich das Evangelische Gemeinschaftswerk ein neues Vereinslokal bauen. Am Standort in Walt­rigen ist es eng geworden.

Rund 3 Millionen Franken investiert das EGW in den Umbau der Zimmerei in Weier.<p class='credit'>(Bild: PD)</p>

Rund 3 Millionen Franken investiert das EGW in den Umbau der Zimmerei in Weier.

(Bild: PD)

Martin Burkhalter@M_R_Bu

Wie andere kirchliche Vereinigungen kann das Evangelische Gemeinschaftswerk nicht wirklich von Wachstum sprechen – dafür aber auch nicht von ausgeprägtem Mitgliederschwund. Das EGW hält sich stabil, gerade im Emmental (siehe Infobox). Es gibt sogar Bezirke in der Region, in denen das Gemeinschaftswerk mehr Platz braucht. Etwa in Waltrigen, wo das EGW 190 Mitglieder zählt.

Ein ziemlicher Brocken

Bereits seit 1891 ist das Evangelische Gemeinschaftswerk im Gasthof Weisses Kreuz in Waltrigen untergebracht. Laut Martin Schenk, Mitglied der Geschäftsleitung, ist die Gemeinde laufend gewachsen, und das Gebäude musste stetig erweitert werden. So lange, bis es eben nicht mehr ging. Das war bereits 2012 der Fall. Seither war der EGW-Bezirk Waltrigen auf der Suche nach einem neuen Standort.

Nun ist die Gemeinschaft in Affoltern fündig geworden und will dort sogleich eines der grösseren Bauprojekte der letzten Jahre realisieren. Rund 3 Millionen Franken investiert sie in die dortigen Räumlichkeiten. Dies ist laut Martin Schenk für das EGW ein ziemlicher Brocken.

Saal für 300 Personen

Es sind die Räumlichkeiten der Zimmerei Akermann in Weier, in welche die Freikirche ziehen will. Sie hat die Liegenschaft diesen Sommer gekauft. Jetzt ist das Projekt publiziert. Die Einsprachefrist läuft bis 1. Oktober.

Auch Bezirkspräsident Stefan Grädel nennt es eine «grössere Sache», die das Gemeinschaftswerk dort vorhat. Entstehen soll ein multifunktionales Gebäude. Die Vereinslokale des EGW werden vor allem für Gottesdienste, kulturelle Anlässe und gemeinsame Aktivitäten wie Kochen oder Musizieren genutzt.

Geplant ist im Erdgeschoss ein grosszügiger Saal für rund 300 Personen, mit einem Eingangs- und einem Bistrobereich. Im Obergeschoss gibt es Nebenräume für Kinderprogramme und Sitzungen, im Untergeschoss sollen eine Gastroküche mit Esssaal und zusätzliche Kinder- und Jugendräume eingerichtet werden. Der Umschwung wird zur Begegnungszone mit Rasen und Spielplatz. Auch an Parkplätzen wird es nicht mangeln.

Die Zimmerei Akermann werde beim Umbau die Holzarbeiten ausführen, sagt Grädel weiter. Die ehemaligen Besitzer Käthi und Guido Akermann bleiben noch bis Ende 2019 weiter im Haus wohnen. Einziehen will das EGW im Herbst 2019.

Berner Zeitung

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