Nach Sendemast-Brandanschlag: Funkstille bei Neo 1

Burgdorf

Das Lokalradio Neo 1 konnte wegen eines Brandanschlags auf einen Sendemast fast zwei Tage lang nicht senden. Einen Zusammenhang zu zwei ähnlichen Brandstiftungen in der Region bestätigt die Polizei nicht.

Die Sendemastanlage auf der Rothöhe bei Burgdorf ist eine von dreien, welche seit dem 26. Dezember brannten. Bei allen Anlagen wurden die Türen aufgebrochen. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Quelle: Google Maps

Ein Brandanschlag war schuld daran, dass das Lokalradio Neo 1 im Gebiet Burgdorf und Fraubrunnen über die UKW-Frequenz 98,9 MHz nicht mehr empfangen werden konnte. Bei der Kantonspolizei ging in der Silvesternacht um 23.15 Uhr die Meldung ein, dass es bei einer Sendemastanlage auf der Rothöhe brenne.

Vor Ort stellten die Einsatzkräfte eine aufgebrochene Tür und einen in diesem Bereich brennenden Abfallcontainer fest. Das Feuer habe rasch gelöscht werden können, teilt die Polizei mit.

Unmittelbar vom entstandenen Schaden betroffen war die Sendeanlage von Neo 1. Nachdem an Neujahr aufgeräumt, eine neue Tür installiert und die Kühlanlage erneuert worden sei, machten sich die Techniker laut Nadine Gasser am Berchtoldstag daran, die Installationen zu ersetzen. Seit dem frühen Mittwochabend kann das Lokalradio dank eines Provisoriums wieder empfangen werden.

Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Sie sucht Zeugen. Solange dieser Aufruf gelte, könnten keine Aussagen dazu gemacht werden, ob ein Zusammenhang bestehe zu zwei anderen Brandanschlägen auf Sendemastanlagen.

Am Vormittag des 26. Dezember wurden durch Feuer verursachte Schäden in Grosshöchstetten entdeckt, am späten Abend des gleichen Tages brannte es in einer Anlage in Langenthal. Überall ging die Polizei von Brandstiftung aus.

Zur Art der Sendemasten und zu den geschädigten Eigentümern gibt die Polizei laut ihrer Sprecherin Sarah Wahlen keine Auskunft.

Personen, die – insbesondere in der Silvesternacht – verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich unter der Nummer 031 634 41 11 bei der Kantonspolizei zu melden. (sgs/ske)

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