Mord und Totschlag in der Emmestadt

Burgdorf

Wenn die Verbrecher in Massen durch die Gassen ziehen, ist ein Blutbad garantiert. Die Burgdorfer Krimitage warten dieses Jahr mit grusligen Taten auf. Auch Beat Schlatter ist mit von der Partie.

Beat Schlatter ist als Bankräuber nicht ernst zu nehmen.<p class='credit'>(Bild: Markus Hubacher (Archiv))</p>

Beat Schlatter ist als Bankräuber nicht ernst zu nehmen.

(Bild: Markus Hubacher (Archiv))

Warm anziehen müssen sich die Gäste der diesjährigen Burgdorfer Krimitage. Von 2. bis 11. November werden unter dem Motto «Am Mordpol» nämlich frostig-tiefe Temperaturen herrschen. Nicht unbedingt klimatisch, doch haben die Lesungen und Darbietungen durchaus Gänsehautpotenzial. Das Programm wurde an der gestrigen Medienkonferenz bekannt gegeben.

Das Organisationskomitee setzt wie bereits in den Vorjahren unter ­anderem auf skandinavische Autoren. Die Dänin Katrine Engberg etwa liest aus ihrem Buch Krokodilwächter. In der Geschichte geht es um eine Autorin, die unter Mordverdacht steht. Denn das Tötungsdelikt, das sie in ihrem noch nicht erschienenen Buch beschreibt, wird in die Tat umgesetzt. Aber so banal ist die Lösung des Falls natürlich nicht.

Auch Ingar Johnsrud und Gard Sveen erzählen vom Morden im Norden. Nebst den Geschichten über fiktive Kommissare werden Einblicke in die Arbeiten von realen Ermittlern gewährt. «Wir wollen auch jene begeistern, die sonst keine Krimileser sind», sagte die Programmverantwortliche Elisabeth Zäch.

Die Leichen

So wird ein Tatort simuliert. Zudem sind die Opfer Thema. Wie ist jemand gestorben? Und wie verändert sich der Körper nach dem Tod? Antworten auf diese Fragen liefert Christian Jackowski, Direktor des universitären Instituts für Rechtsmedizin in Bern. Nebst todernsten Angelegenheiten wird Humorvolles geboten. Beispielsweise mit der Krimikomödie «Die Bankräuber» mit Beat Schlatter in der Hauptrolle.

«Mit diesem Programm machen wir Burgdorf zum Zentrum des Krimis», ist Tom Käch, Leiter der Krimitage, überzeugt. Der Treffpunkt innerhalb dieses Zentrums wird sich bei der diesjährigen Durchführung allerdings verschieben. Weil das Casino-Theater im Umbau ist, wird sich die Hauptbühne in der Kulturhalle Sägegasse und die Krimibeiz gleich gegenüber im Schützenpark befinden. Und weil das Gebäude im Schützenpark ohnehin bald saniert wird, haben die Organisatoren recht freie Hand, was die Gestaltung der Beiz angeht.

«Wir können Teppiche rausreissen und Wände streichen», benennt Käch die Vorteile. So soll eine Art Hafenkneipe entstehen, von wo aus die Besucher der Krimitage ihre Expedition quer durch Burgdorf planen können. Der Aufbau aber erfolgt später. Schliesslich dauert es noch fast zwei Monate, bis Burgdorf zum Zentrum am Mordpol wird.

Berner Zeitung

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