Mit Bier, Billard und Dart gegen die Trostlosigkeit

Burgdorf

Der Umnutzung des ehemaligen Nachtclubs Falken in Burgdorf steht nichts mehr im Weg: Gegen den Einbau eines Fumoirs und einer Kochnische sind keine Einsprachen eingegangen. Geplant ist ein Pub.

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Hat schon bessere Tage gesehen: Die Falken-Liegenschaft an der Rütschelengasse.

(Bild: Thomas Peter)

Philippe Müller

Er steht da wie ein Mahnmal: Der ehemalige Nachtclub Falken an der Rütschelengasse 1 in der Burgdorfer Oberstadt ist Symbol dafür, was mit einer Liegenschaft passiert, wenn der Besitzer oder die Besitzerin keinen Käufer findet oder nicht bereit ist, in den Unterhalt zu investieren. Seit rund fünf Jahren ist der Rotlichtbetrieb geschlossen, ein gleiches oder ähnliches Etablissement ist in der Altstadt mittlerweile nicht mehr erlaubt.

Heute macht das Gebäude einen etwas vernachlässigten Eindruck und ist bestimmt nicht das, was sich die ver­schiedenen Organisationen wünschen, die sich für eine Belebung der Burgdorfer Oberstadt ein­setzen.Bald wird dem stadtbekannten Haus jedoch wieder Leben eingehaucht: Margrit Küng und Erich Utz, die aktuell noch das ­nahe ­gelegene Restaurant Hofstatt führen, wollen die Pacht des Falken übernehmen.

Dem entsprechenden Baugesuch ist zu entnehmen, dass die beiden im ersten Obergeschoss ein Fumoir und im Parterre eine kleine Kochnische für die Zubereitung von Snacks einbauen ­wollen.

Kein Restaurant

Wie beim Regierungsstatthalteramt zu erfahren war, sind gegen die geplante Umnutzung im Falken keine Einsprachen eingegangen. Man sei dabei, die Baubewilligung zu erteilen, hiess es auf ­Anfrage.

Das bedeutet, dass Margrit Küng und Erich Utz in Bälde mit dem Umbau des ehemaligen ­Cabarets beginnen können. Max Gerber, Leiter der Abteilung Bauwesen beim Statthalteramt, sagt, dass im Erdgeschoss der Betrieb eines Pubs geplant sei.

Bewilligt seien auch Billardtisch, Dartscheibe und Töggelikästen. Neben dem Fumoir seien im Obergeschoss auch mehrere Spielgeräte vorgesehen, etwa ein Flipperkasten. Ein eigentliches Restaurant werde es jedoch nicht geben.

Als die Umnutzungspläne des Falken publik wurden, war zunächst von einer Brasserie und einem Pub die Rede gewesen. Mittlerweile steht fest, dass vorwiegend ein Ausschankraum geplant ist. So oder so gilt: Mit der Einsamkeit und der Trostlosigkeit sollte es im Falken bald vorbei sein.

Berner Zeitung

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