Langnau

Mehr Raum, mehr Lebensqualität

LangnauDas Alters- und Pflegeheim Dahlia baut. Und wie. Nach Lenggen sind nun auch die Sanierungen und der Neubau am Standort Oberfeld abgeschlossen. Gekostet hat das Ganze etwa 12 Millionen Franken.

Der neu gestaltete Garten im Dahlia Oberfeld lädt zum Verweilen ein.

Der neu gestaltete Garten im Dahlia Oberfeld lädt zum Verweilen ein. Bild: zvg

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Das Alters- und Pflegeheim Dahlia ist nicht nur einer der bedeutendsten Arbeitgeber in der Region, sondern war in den vergangenen Jahren auch gleich der grösste Bauherr der Gemeinde Langnau. Gut 35 Millionen Franken hat die Institution seit 2015 verbaut: etwa 22,5 Millionen Franken für zwei Neubauten an ihrem Standort in Lenggen und gut 12 Millionen Franken im Oberfeld. Erstere wurden diesen Frühling eröffnet. Die Arbeiten im Oberfeld sind gerade eben zu einem Abschluss gekommen. Übermorgen wird der Neubau während des Herbstfestes offiziell eröffnet, inklusive Besichtigungsmöglichkeit.

Wohnen mit Dienstleistungen

Zweieinhalb Jahre lang hat die Genossenschaft für leistungsorientiertes Bauen an der Oberfeldstrasse emsig gearbeitet. Entstanden ist ein dreigeschossiger Neubau, der nordöstlich an die bestehenden Gebäude anschliesst. Er beinhaltet 33 Bewohnerzimmer mit moderner Infrastruktur. Auf einem Stockwerk sind 9, auf den zwei weiteren je 12 neue Einzelzimmer entstanden. Im Attikageschoss gibt es zudem neu sechs Studios und eine Zweizimmerwohnung für das sogenannte Wohnen mit Dienstleistungen. Dort können sich betagte, aber noch selbstständige Menschen einmieten – und je nach Bedürfnis das Angebot des Alters- und Pflegeheims nutzen.

Der Neubau wurde im ersten Jahr hochgezogen und bereits im Sommer 2016 fertiggestellt. In einer weiteren Etappe wurde dann die bestehende Liegenschaft entlang der Oberfeldstrasse saniert. Dann ging es dem ältesten Gebäudeteil an den Kragen: Der Altbau wurde ab Anfang 2017 zurückgebaut. Auf der so gewonnenen Fläche entstand in den letzten Monaten ein neu gestalteter Garten. «Bereits am 1. August konnte die neue Garten­terrasse das erste Mal genutzt werden», sagt Franziska Furer, Standort­leiterin Dahlia Oberfeld. Obwohl die Bauarbeiten reibungslos vonstattengegangen seien, musste in den zweieinhalb Jahren doch ein bisschen jongliert werden, sagt Furer. Während der Sanierung der verbleibenden Gebäude im Spätsommer 2016 etwa zogen die Bewohnerinnen und Bewohner in ein Provisorium im Altbau. Im Herbst und Winter 2016 musste der sogenannte Tagestreff in einer Wohngruppe im Neubau betrieben werden.

«Es war spannend, das Ganze zu koordinieren und zu schauen, dass trotz der ­Bauarbeiten der Betrieb mehr oder ­weniger ungehindert weitergeführt ­werden konnte.»Franziska Furer, Standortleiterin Dahlia Oberfeld

Laut Furer haben die Bewohnerinnen und Bewohner die Bauarbeiten aber gut überstanden. Sehr interessiert hätten sie beobachtet, wie nach und nach etwas Neues entsteht. Auch Furer blickt gerne auf die zweieinhalb Jahre zurück: Es sei spannend gewesen, das Ganze zu koordinieren und zu schauen, dass trotz der Bauarbeiten der Betrieb im Altersheim mehr oder weniger ungehindert weitergeführt werden konnte.

Modernisierung war nötig

Der Grund für die intensive Bautätigkeit im Oberfeld war nicht etwa, zu wachsen, sondern um den aktuellen Bewohnern künftig mehr Raum und Lebensqualität bieten zu können. Die ­Sanierung wiederum war nötig. Auch weil das Heim aus zwei Liegenschaften unterschiedlicher Baujahre besteht. Die Haustechnik und die Isolation im neueren, gut dreissig Jahre alten Gebäude waren in die Jahre gekommen. Im inzwischen zurückgebauten, etwa 45-jährigen Altbau waren die Räume zu klein und die Nasszonen verfügten lediglich über eine Toilette und ein Lavabo.

Nun kehrt in Sachen Bauen im Dahlia Oberfeld Ruhe ein. «Für mindesten zehn bis zwanzig Jahre», hofft Franziska Furer. Am Standort Lenggen aber ist noch lange nicht ausgebaut. Dort steht die Sanierung des Hauptgebäudes inklusive des gesamten Nordtraktes inklusive Hallen- und Therapiebad und der Turnhalle an. Vier Jahre wird das dauern – und weitere rund 40 Millionen Franken kosten.


Herbstfest im Dahlia Oberfeld, Oberfeldstrasse 7, Langnau. Samstag, 10 bis 16 Uhr, mit Besichtigung der neuen Gebäude zu jeder vollen Stunde, kleinem Märit und offener Cafeteria. (Berner Zeitung)

Erstellt: 13.09.2017, 16:31 Uhr

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