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Mehr Platz für Verhöre

Die Polizei ist umgezogen. Der neue Standort ist grösser, und alle Räume befinden sich auf der gleichen Etage. Zellen jedoch gibt es keine auf der Wache.

Kurt Hubacher und Kathrin Meier im Herzstück der Wache: Der Empfang am neuen Standort.
Kurt Hubacher und Kathrin Meier im Herzstück der Wache: Der Empfang am neuen Standort.
Olaf Nörrenberg

Alles andere als gemütlich: Der Boden und die Wände sind gekachelt, einziges Mobiliar ist ein schwarzer Würfel zum Sitzen – so präsentiert sich das rund zwei auf drei Meter grosse Zimmer. «Das ist einer von zwei Warteräumen», erklärt Peter Langenegger und fügt hinzu: «Wie bereits am alten Standort haben wir auch hier keine Zellen.»

Doch was passiert, wenn ein Betrunkener randaliert und die Polizei eingreifen muss? «Dann fahren wir mit ihm ins Spital, um festzustellen, wie hoch der Promillegehalt ist.» Entweder müsse er im Spital bleiben oder komme nach Burgdorf ins Gefängnis, sagt der Bezirkschef. «Bei uns auf dem Polizeiposten in Langnau übernachtet niemand.» Auch ein Einbrecher, der in flagranti erwischt werde, bleibe stets nur einige Stunden im Warteraum.

Nahe der Iflishalle

Peter Langenegger und seine Teamkollegen wurden am Samstag mit Fragen überhäuft. Denn nach dem Umzug des Polizeipostens vom Amtshaus an der Dorfstrasse in die Güterstrasse konnte die Bevölkerung die neuen Räumlichkeiten besichtigen. Ein Angebot, das rege genutzt wurde.

Der neue Polizeiposten befindet sich auf dem Zeughausareal im ersten Stock, unweit des Ilfisstadions. Besitzer der Liegenschaft ist die Stämpfli AG, die ebenfalls von der Zürchermatte hierher gezügelt ist und am selben Tag die Bevölkerung zu einem Rundgang eingeladen hat.

Eigener Konferenzraum

Als sehr grossen Vorteil am neuen Standort nennt Langenegger, dass sich alle Räume auf der gleichen Etage befinden. Bis anhin waren sie auf drei Stockwerke verteilt. Doch das ist nicht der einzige «Luxus». Mussten bis jetzt bei einer Befragung zwei Mitarbeiterinnen ihren Arbeitsplatz räumen, hat es jetzt zwei Befragungsräume: einen kleinen und einen grösseren.

«Bei uns auf dem Polizeiposten übernachtet niemand.»

Peter Langenegger, Bezirkschef

Auch kommen sich auf der neuen Polizeiwache die Sicherheitsleute beim Rapporteschreiben nicht mehr in die Quere: «Jeder Mitarbeiter hat nun einen eigenen Arbeitsplatz», erklärt Langenegger. Der alte Standort sei für sieben bis acht Leute berechnet gewesen, heute betrage die Mitarbeiterzahl das Doppelte.

Getrennte Garderoben

Neu haben die Polizisten auch einen eigenen Konferenzraum, der beispielsweise bei einem Briefing genutzt wird. «Vorher teilten wir diesen mit dem Re­gierungsstatthalteramt», erklärt Langenegger. Und teilen mussten sich bis anhin die Frauen und Männer auch die Toiletten, Duschen und Garderoben. Das ist nun passé.

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