Kunterbunter Pausenplatz

Lyssach

Spielen und bauen lautet die Devise: Schülerinnen und Schüler gestalten in einer Projektwoche den Pausenplatz attraktiver. Das scheint Spass zu machen.

Die Kinder packen bei der Neugestaltung des Schulareals mit an. Die bemalten Velos dienen später der Dekoration.

Die Kinder packen bei der Neugestaltung des Schulareals mit an. Die bemalten Velos dienen später der Dekoration.

(Bild: Thomas Peter)

Nadja Noldin

Wohlig warm scheint die Sonne. Es ist genau das richtige Wetter, draussen zu sein. Kindergeschrei schallt über den Pausenplatz, Lachen, Quietschen, Trubel, ein freudiges Durcheinander.

«Achtung», rufts und ein Cokartähnliches Gefährt kurvt um die Beine. Kleine Kinder auf Dreirädern pedalen hinterher. «Hey, ich bin dran.» Zwei Buben schlagen Stangentennis, zwei Mädchen balancieren über Holzstangen und versuchen sich mit Kissen zu Fall zu bringen. Irgendwo nehmen sich zwei bei der Hand, rennen davon. Trommeln ertönen.

An diesem Mittwochmorgen ist einiges los bei der Lyssacher Schulanlage. Noch bis morgen Freitag läuft die Projektwoche für die Umgestaltung des Pausenplatzes. «Spielen und Bauen» lautet das Motto. Alle helfen ihrem Alter entsprechend mit, von den Kindergärtelern bis zu den Neuntklässlern. Und während sich die einen beim Spielen austoben, werken die anderen vertieft. Sie malen, schleifen, messen, bohren, basteln.

Unter Anleitung der Lehrpersonen werden etwa Velos orange, grün oder blau angestrichen, sie sollen später zur Dekoration verwendet werden. Andernorts bauen Oberstufenschüler Paletten zu Lounge-Sesseln zusammen. Etwas jüngere Kinder tragen mit Pinsel und Schablone weisse Ziffern auf das am Boden aufgemalte regenbogenfarbige Hunderterfeld auf.

Auf der Rasenfläche sind Arbeiter und Eltern daran, ein Spielhaus aufzustellen. Vorgesehen sind dort zudem ein Balanciermikado und ein Bodentrampolin. Beim Kindergarten entsteht eine Sand-Buddel-Wasserstelle mit Sonnensegel. Die Schaufelarbeiten haben die Kids bereits erledigt. Ebenso haben sie Stehlen verziert und Steine in vielen Farben bemalt.

Selber entscheiden

«Die Kinder können jeden Tag selber entscheiden, wo sie arbeiten wollen. Sie können aber auch einfach spielen», sagt Projektleiterin Linda Staub. Die Schülerinnen und Schüler seien von der Planung bis jetzt zur Umsetzung involviert gewesen und hätten ­ihre Ideen einbringen können, so die Lehrerin. Die Gemeinde hat für die Aufwertung des Platzes 65'000 Franken bewilligt.

Es ist Znünipause. 200 von den Kindern zubereitete Zopftierli werden verteilt. Pascal Krebs verpasst die Pause fast. Hinten beim Bus der von der Schule beauftragten Fachstelle Spielraum ist der 12-Jährige noch immer mit Elan bei der Sache. Er sägt Klötze aus Sagex für das Freilichtspiel «Vier gewinnt» zurecht. «Handwerken macht Spass. Am Schluss sieht man, was man gemacht hat», sagt er. Und die 11-jährige Elena Ramseier meint: «Mithelfen ist cool, es ist mal etwas anderes.»

Am Ende der Woche werden die Kinder in die Ferien entlassen. Danach sind einige Nacharbeiten nötig. Mit dem Schulfest am 5. Juli wird der neue Pausenplatz offiziell eingeweiht.

Berner Zeitung

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