Kirchberger Ortsplanung überarbeitet

Kirchberg

Weil es über zwanzig Einsprachen gegen die Ortsplanung in Kirchberg gab, mussten die Behörden über die Bücher. Nun liegt die überarbeitete Version in der Gemeinde­verwaltung auf.

Mit der neuen Ortplanung werden in Kirchberg mit bis zu 700 neuen Einwohnern gerechnet.

Mit der neuen Ortplanung werden in Kirchberg mit bis zu 700 neuen Einwohnern gerechnet.

(Bild: Google Maps)

Eigentlich war geplant, dass die Ortsplanungsrevision von Kirchberg im letzten Juni vor die Einwohnergemeindeversammlung kommt. Doch daraus wurde nichts, denn im Vorfeld gingen einundzwanzig Einsprachen ein (wir berichteten). Daraufhin ging der Gemeinderat über die Bücher und nahm Anpassungen vor.

«Eine Reihe der Eingaben richtete sich gegen die vorgesehene Zonenplanänderung in den Gebieten Chalberweid und Chosthusweg», erklärt der Kirchberger Gemeindeschreiber Hanspeter Keller.

Änderungen im Baureglement

In der ersten Version der Ortplanung war vorgesehen, das Gebiet Chalberweid in eine W 3 umzu­zonen, also eine Zone für dreigeschossige Bauten. Nun erfolgte laut Keller die Rückführung in eine Wohnzone W 2. Im Gebiet Neuhofstrasse hingegen wurde das Umgekehrte vorgenommen.

Zu einer Anpassung kam es auch im Chosthusweg. Ein Teil der dortigen Fläche, die sich in Gemeindebesitz befindet, wurde von der Wohnzone zurück in die ursprüngliche Zone für öffentliche Nutzung überführt.

Teil der Ortsplanung ist auch das Bauregelement. Die Anpassung im Chosthusweg hat auch auf dieses Einfluss. Aufgrund der Rückführung von einer Wohn- in eine öffentliche Zone kann der dazugehörende Artikel ersatzlos gestrichen werden. Dieser bezog sich nämlich auf eine Überbauung mit Mehrfamilienhäusern.

Eine weitere Änderung betrifft die Landwirtschaft: Dürfen bis anhin Neubauten die Länge von 40 Metern nicht überschreiten, soll diese Beschränkung aufgehoben und den Landwirten eine dem Betrieb angepasste Entwicklung ermöglicht werden.

Bis zu 700 neue Einwohner

Die öffentliche Informationsveranstaltung zur Ortsplanungsrevision fand im letzten März statt. Damals sprach der Ortsplaner Christoph Schneider von einem Potenzial von 600 bis 700 neuen Einwohnern für die kommenden zehn Jahre.

Die Unterlagen der zweiten Ortsplanungsrevision liegen bis zum 24. September in der Gemeindeverwaltung Kirchberg auf. Der Gemeinderat rechnet damit, dass im ersten Quartal 2019 die Stimmbevölkerung über das Geschäft befinden kann.

Langenthaler Tagblatt

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