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Gölä will mit den Tigers hoch hinaus

Dem Mundartrocker gefällt die Stimmung im und um das Ilfisstadion. Am Freitag präsentiert er einen neuen Song, den er unter Mitwirkung von Fans geschrieben hat.

Zuerst ein Käse, jetzt die Tigers-Fans: Gölä unterstützt Emmentaler Kulturgut.
Zuerst ein Käse, jetzt die Tigers-Fans: Gölä unterstützt Emmentaler Kulturgut.
Andreas Marbot

Da sind zwei Welten aufeinandergetroffen, in denen die Herzen offenbar im Gleichtakt schlagen: jene des Mundartrockers Gölä und jene der eingefleischten Fans der SCL Tigers. Was sie verbindet, ist nicht in erster Linie die Liebe zum Hockeyclub. Auch nicht der beidseits gepflegte mehr oder weniger reine Gesang. Es ist vielmehr die Überzeugung, etwas Grosses erreichen zu können, wenn man nur zusammenhält.

Aus diesem Gefühl heraus hat Gölä einen SCL-Song geschrieben, den er am Freitagabend im Ilfisstadion vor dem Heimspiel gegen die ZSC Lions erstmals öffentlich vortragen wird. Und dass die Langnau-Fans einstimmen werden, ist ziemlich sicher. Zumindest jene Gruppe, die sich im Oktober mit Gölä im Langnauer Hockeystadion getroffen hat, damit ein Video vor passender Kulisse eingespielt werden konnte.

«Eine Ehre»

Sie sind sich nicht per Zufall über den Weg gelaufen, die Tigers-Fans und der Büezer aus Oppligen. Denn Gölä ist kein Hockeyanhänger. Der Kontakt kam über Tigers-Verwaltungsrat Karl Brügger zustande. Er, der den Rocker privat kennt, brachte ihn im Sommer im Ilfisstadion mit einer Fandelegation zusammen. «Wir haben uns ausgetauscht, haben ein paar Schlagworte genannt und ihm erklärt, welche Werte wir vertreten und welche nicht», sagt Fanszenepräsident Martin Leuenberger. Gölä habe sich ein paar Notizen gemacht.

«Töif usem Härz vom Ämmitau, dert chöme mir här. Vo dert, wo me no zäme steit, si Zite no so schwär.»

Gölä im SCL-Song

Was er in Langnau zu hören bekam, hat dem Musiker offenbar gefallen. Jedenfalls habe er «sehr spontan zugesagt», für die SCL Tigers einen Song zu schreiben, freut sich Geschäftsführer Peter Müller. Als die Fans dann im Oktober im Zusammenhang mit dem Videodreh das Resultat erstmals hörten, hatten auch sie ihre Freude. Leuenberger ist gespannt, wie der Song im vollen Stadion wirken wird. «Dass ein solcher Musiker für uns einen Song schreibt, ist eine Ehre», sagt Leuenberger.

Ziel: Hitparade

Doch Gölä wäre nicht zufrieden, wenn das Lied nur beim heimischen Publikum in der Ilfishalle gut ankäme. «Sein Ziel ist es, dass der Song am Sonntag in einer Woche in der Hitparade gespielt wird», sagt Tigers-Geschäftsführer Peter Müller. Dabei sollen ihm die Fans helfen, indem sie ihn massenhaft herunterladen. «Er will damit zeigen, dass man im Emmental mit einer grossen gemeinsamen Aktion etwas erreichen kann», erklärt Müller.

Doch so ganz nebenbei würde Gölä damit auch Geld verdienen. «Das will er vollumfänglich den SCL Young Tigers spenden», versichert Müller. Die Rechte am Song gehören Gölä. «Doch für uns ist es eine tolle Möglichkeit, mit ihm zusammen hinauszutragen, was für unsere Fans wichtig ist.»

Auch am Tatzenderby in Bern wird der Song zu hören sein. Am 2. Januar, wenn die Tigers im Stade de Suisse gegen den SC Bern antreten, wird es durch die Fussballarena tönen: «Töif usem Härz vom Ämmitau, dert chöme mir här. Vo dert, wo me no zäme steit, si Zite no so schwär.»

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