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Gesang als Brücke aus dem Gefängnis

Hindelbank

«Sing out» heisst das Projekt, das Insassinnen des Gefängnisses Hindelbank zum Chor formte. Die Frauen treten am Schlossmärit erstmals vor Publikum ­– bleiben dank Schwarzlicht und Neonfarben aber anonym.

Das Gesicht der Sängerinnen bleibt im Dunkeln: Die Insassinnen der Justizvollzugsanstalt bleiben unerkannt, was zählt, sind allein die Stimmen, die Musik.

Das Gesicht der Sängerinnen bleibt im Dunkeln: Die Insassinnen der Justizvollzugsanstalt bleiben unerkannt, was zählt, sind allein die Stimmen, die Musik.

(Bild: Andreas Marbot)

Chantal Desbiolles

Das Licht geht aus. Der blaue Samtvorhang schwingt auf, und Farben reizen die Sinne. Die Szenerie erinnert entfernt an Dok­filme aus dem Marianengraben, wo Tiefseefische das Licht der Scheinwerfer kreuzen: Silhouetten von Wesen, die im Dunkeln leuchten. Dann setzt die Musik ein, und die Schattenwesen beginnen zu singen. «If you want to sing out, sing out – and if you want to be free, be free.»

Berner Zeitung

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