Für die Kunden soll sich nichts ändern

Zwei Banken der Raiffeisen-Gruppe in der Region Untere Emme haben sich zusammengeschlossen. Dem haben die Genossenschafter mit grosser Mehrheit zugestimmt.

Die Geschäftsstelle in Koppigen wie auch jene im benachbarten Utzenstorf ist nach der Fusion nicht gefährdet.<p class='credit'>(Bild: Thomas Peter)</p>

Die Geschäftsstelle in Koppigen wie auch jene im benachbarten Utzenstorf ist nach der Fusion nicht gefährdet.

(Bild: Thomas Peter)

Jetzt ist es offiziell: Die Raiff­eisenbank Recherswil-Gerlafingen-Koppigen fusioniert mit der Raiffeisenbank Biberist. Die Generalversammlungen der beiden Geldinstitute haben den Zusammenschluss mit überwältigender Mehrheit beschlossen. An der Versammlung der Raiffeisenbank Recherswil-Gerlafingen-Koppigen in Utzenstorf haben 746 Genossenschafter dem Fusionsvertrag zugestimmt, nur 13 waren dagegen. In Biberist war das Verhältnis bei etwas weniger Teilnehmern ähnlich.

Rückwirkende Fusion

Der rechtliche Zusammenschluss wird laut Frank Probst, Leiter Services der Raiffeisenbank Recherswil-Gerlafingen-Koppigen, rückwirkend auf den 1. Januar 2017 vollzogen. Die technische Fusion werde am 17. und 18. Mai vorgenommen, sagt Probst. Dann werde die Informatik der beiden bisher voneinander unabhängigen Banken zusammengeführt.

Der Bankenmarkt durchlaufe seit längerer Zeit einen rasanten Strukturwandel. Um den wachsenden Kundenbedürfnissen ­sowie den rechtlichen Anforderungen der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht Finma un­verändert gerecht werden zu können, brauche es eine bestimmte Grösse, erklärt Probst die Gründe für die Fusion.

«Wir wollen noch vermehrt für unsere Kunden beratend tätig sein. Das Zusammengehen beider Banken aus der Position der Stärke bietet in Bezug auf Bankgrösse, Geschäftspotenzial und Infrastruktur die bestmögliche Zukunftsperspektive», führt er weiter aus.

Neuer Name für die Bank

Die Raiffeisenbanken wollen künftig Synergieeffekte nutzen. «Im administrativen Bereich können wir die Kräfte bündeln», erklärt Probst. Gewisse Aufgaben müssten heute beide Banken ausführen, in Zukunft aber nur noch eine.

Für die Kunden werde sich durch die Fusion hingegen nichts ändern, versichert das Mitglied der Bankleitung. Der Geschäftskreis und somit das Einzugsgebiet der neuen Bank bleibt gleich wie bei der Raiffeisenbank Recherswil-Gerlafingen-Koppigen. Auch an den Geschäftsstellen in Utzenstorf und Koppigen werde festgehalten.

«Die Nähe zu unseren Kunden ist uns wichtig», so Probst. Der operative Hauptsitz der neuen Bank wird Recherswil sein, juristischer Hauptsitz wird Biberist. Neu ist der Name des ­Finanzinstituts: Die Generalversammlungen stimmten der Änderung auf Raiffeisenbank Untere Emme zu.

Gründung vor über 80 Jahren

Durch die Fusion der beiden Banken kommt es auch zu Veränderungen im Verwaltungsrat. Aus dem bisherigen Gremium der Raiffeisenbank Recherswil-Gerlafingen-Koppigen scheiden Präsident Markus Wieland und Mitglied Urs Murer aus.

Die übrigen Mitglieder Isabel Oesch, Stefanie Humm sowie Thomas Wullimann werden auch im Verwaltungsrat der fusionierten Bank Einsitz nehmen. Von Biberist kommen Beat Kiener, Stefan Juchli sowie Felix Schibli dazu. Zusammen bilden sie jetzt den neuen sechsköpfigen Verwaltungsrat.

Die Raiffeisenbank Recherswil-Gerlafingen-Koppigen wurde 1931 gegründet. Die Bank weist eine Bilanzsumme von knapp 561 Millionen Franken aus und zählt nach eigenen Angaben über 11'000 Personen zu ihren Kunden. Davon seien 7392 als Genossenschafter Mitbesitzer der Bank.

Berner Zeitung

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