Florian Ast und d Rosmarie vom Trueb

Vor seinem Konzert in der Mühle Hunziken in Rubigen hat sich Florian Ast Zeit genommen für Rosmarie Sommer aus Zollbrück. Für sie ging ein lang ersehnter Wunsch in Erfüllung.

Angeregte Unterhaltung: «Forum»-Leserin Rosmarie Sommer und Sänger Florian Ast vor dem Konzert in der Mühle Hunziken.

Angeregte Unterhaltung: «Forum»-Leserin Rosmarie Sommer und Sänger Florian Ast vor dem Konzert in der Mühle Hunziken.

(Bild: Max Füri)

Gespannt hört Rosmarie Sommer dem Soundcheck von Florian Ast in der Mühle Hunziken zu. Immer wieder zückt sie das Handy, um ihre Eindrücke festzuhalten. Und dann steht der Mundartsänger plötzlich vor ihr, schüttelt der «Forum»-Leserin die Hand und setzt sich zu ihr an den Tisch, wo noch wenige weitere Fans in den Genuss eines «Meet & Greet» kommen. «Ich bin müde», eröffnet Florian Ast das Gespräch, «habe kaum geschlafen.» Der 42-Jährige ist erst am Vortag aus Los Angeles zurück in die Schweiz ­gereist. Trotz Jetlag erweist sich Ast als redselig – und nimmt sich Zeit.

Rund 45 Minuten stellt er sich sämtlichen Fragen. Er erzählt von den Anfängen, vom ersten Plattenvertrag. Wird weh­mütig, als er von Polo Hofer erzählt. Die kürzlich verstorbene Mundartlegende habe ihn einst gema­nagt. «Er war es auch, der mir vehement nahegelegt hat, unter dem Namen Florian Ast und nicht irgendeinem Bandnamen aufzutreten.» Später hatten die beiden das Heu nicht immer auf der gleichen Bühne.

«Ich bin nicht arrogant»

Florian Ast überrascht mit der Aussage, dass er nicht gerne im Vordergrund stehe, sich wenn immer möglich zurückziehe – und deshalb oft als «arroganter Siech» wahrgenommen werde. «Das bin ich nicht», sagt er.

An ihrem Lieblingssänger schätzt Rosmarie Sommer vor allem die Texte, «weil ich mich oft damit identifizieren kann, sie mich zum Nachdenken anregen.» Auch wenn Florian Ast bei einigen Liedern aus seinem Leben singt, wie er sagt. «Die meisten meiner Texte sind nicht autobiografisch, sonst hätte ich ja ‹Sex, vom Morge bis am Abe›.» Auch Privates plaudert er aus. Er verrät, dass sein Vater am Konzert unter den Zuschauern sein wird. Ebenso sein Göttikind, die Tochter von Bronco Jimy Hofer. Und als er über seine Rolle als Vater spricht, ist er kaum noch zu bremsen, bis er plötzlich sagt: «Jetzt habe ich zu viel verraten.» Ein Zeichen dafür, dass er sich in der Runde wohlfühlt.

Konzertbesuch inklusive

Für Rosmarie Sommer ist das «Meet & Greet» ein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk. «Ich werde am 1. November 50 Jahre alt», ein mögliches Treffen mit Florian Ast bezeichnete sie in ihrer Mail an die «Forum»-Redaktion als «langersehnten Wunsch». Den wollte das «Wünsch dir was»-Team erfüllen und kontaktierte in der Folge das Management des Sängers. Mit Erfolg. Dieses offerierte Rosmarie Sommer auch gleich noch ein Ticket für das Konzert in der Mühle Hunziken. «Ich bin das erste Mal hier», zeigt sie sich vom Kultlokal beeindruckt.

Und so geht es nach dem «Meet & Greet» vor die Bühne, wo Florian Ast während rund zwei Stunden in einer emotionsgeladenen Show seine Hits zum Besten gibt. Da darf auch «Dr Daneli vom Trueb» nicht fehlen. In dieser Emmentaler Gemeinde ist Rosmarie Sommer notabene zur Welt gekommen. Noch beschenkt mit einer CD, sagt sie nach dem Konzert: «Das war der schönste Tag 2017.»

Berner Zeitung

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt