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Euphorisch in die Radarfalle

11'000 Franken und ein «Bedingter» für 10 Sekunden Leichtsinn: seine Raserei kommt einen Töfffahrer teuer zu stehen.

Mit inoffiziellen Rennpisten kennt sich Staatsanwalt Sandro Righetti offenbar aus: die Strasse zwischen Kirchberg und Oeschberg sei wegen ihrer Länge und Übersichtlichkeit «eine der gäbigsten Strecken für Schnellfahrer», sagte er vor dem Regionalgericht Emmental-Oberaargau. Von diesen Bedingungen wollte auch ein Deutscher profitieren: er raste mit seinem schweren Motorrad ausserhalb von Koppigen mit 156 Stundenkilometern – und damit fast doppelt so schnell wie erlaubt – in eine am Wegesrand aufgestellte Radarfalle.

Statt nach Ausflüchten für den Tempoexzess zu suchen, räumte der Mann vor Einzelrichter Samuel Schmid am Donnerstag ein, aus lauter Euphorie über seinen neuen Job «nicht viel nachgedacht» zu haben, als er am Gashahn drehte. Auch der Pflichtverteidiger beschönigte nichts: sein Klient habe an jenem Tag «ein äusserst gefährliches Fahrverhalten an den Tag gelegt».

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