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Etwas Normalität auf Lesbos

Das Leiden auf der griechischen Insel lindern ist Fabian Brachers Ziel. Seit vergangenem Frühling hat er ein Hilfsprojekt für Flüchtlinge aufgebaut. Doch die Spendengelder fliessen nicht mehr wie zu Beginn der Krise.

Er hilft den Menschen in Not: Fabian Bracher koordiniert ein Community-Center auf Lesbos.
Er hilft den Menschen in Not: Fabian Bracher koordiniert ein Community-Center auf Lesbos.
Thomas Peter
Am Werk: Die Flüchtlinge waren die Experten auf der Baustelle.
Am Werk: Die Flüchtlinge waren die Experten auf der Baustelle.
zvg
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In der Schweiz ist Fabian Bracher nur auf Durchreise. Wenn dieser Artikel erscheint, weilt er schon wieder auf Lesbos. Auf jener griechischen Insel, auf der in den letzten Jahren Tausende von Flüchtlingen strandeten. Dort ist der Burgdorfer Koordinator des Hilfsprojekts One Happy Family. Denn Hilfe brauche es nach wie vor, meint der 27-Jährige. «Derzeit sind es über 3000 Personen, die in einem Camp leben, das of­fiziell maximal 2000 Menschen unterbringen kann.» Und dies trotz des Übernahmeabkommens mit der Türkei, das vor einem Jahr getroffen wurde. Denn solange die Asylanträge geprüft werden, müssen die Flüchtlinge auf der Insel bleiben. Das kann Monate oder gar Jahre dauern. Wird der Antrag gutgeheissen, geht es weiter aufs Festland, wird er abgelehnt, werden sie zurück in die Türkei gebracht. Zwar sind es heute viel weniger Flüchtlinge als zu Spitzenzeiten in den Jahren 2015 und 2016. «Aber die Leute leben dort heute noch unter sehr schlechten Bedingungen», sagt Fabian Bracher.

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