Utzenstorf

Endlich wird wieder gebaut

UtzenstorfLange Zeit harzte es auf der Bärenmatte, wo eine dichte Überbauung entstehen soll. Nun ist auch für das zweite Projekt der Spatenstich erfolgt.

Der Erschliessungsverkehr wird rund um die Bärenscheune (Bildmitte) geführt – Einfahrt zwischen UBS-Gebäude und Scheune, Ausfahrt zwischen Gasthof und Scheune.

Der Erschliessungsverkehr wird rund um die Bärenscheune (Bildmitte) geführt – Einfahrt zwischen UBS-Gebäude und Scheune, Ausfahrt zwischen Gasthof und Scheune. Bild: Daniel Fuchs

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Es brauchte einen langen Schnauf. Der Grundeigentümer hatte schon fast nicht mehr daran geglaubt, dass er auf der Bärenmatte in Utzenstorf je bauen können würde. Vor gut zehn Jahren hatte er Land mit zwei Baufeldern gekauft.

Eine Überbauungsordnung für das Areal im Dorfzentrum, ­zwischen dem Gasthof Bären und dem Bahnhof, war vorhanden. Doch sie musste überarbeitet werden. Von da an schien in der Bärenmatte der Wurm drin zu stecken, angedachte Projekte wurden lange Zeit blockiert.

Jetzt hat die Warterei auch für das zweite Bauvorhaben im nordwestlichen Teil ein Ende. «Wir sind froh, dass es doch noch geklappt hat», sagt Markus Gerber von der zuständigen Ducksch & Anliker Architekten AG aus Langenthal. Am Donnerstag luden die Architekten zum Spatenstich ein.

Entstehen werden zwei identische Mehr­familienhäuser mit je fünf Eigentumswohnungen, zwei im Erd-, zwei im Obergeschoss plus eine Attikawohnung, 3½ und 4½ Zimmer gross. Dazu kommt eine Einstellhalle mit vierzehn Plätzen. Die Hälfte der Wohnungen sei schon verkauft, so Gerber. In etwa einem Jahr sollen sie bezugsbereit sein.

Investiert werden rund 6,7 Millionen Franken. Bereits seit September 2017 im Bau be­finden sich zwei Mehrfamilienhäuser mit total 24 Mietwohnungen (2½ bis 4½ Zimmer) im südlichen Bereich der Bärenmatte. Gemäss Auskunft von Andreas Kurth vom gleichnamigen Architekturbüro aus Bern werden diese beiden Häuser Ende des Monats im Rohbau beendet sein, bezugsbereit sein werden sie ab März nächsten Jahres. Erschlossen werden alle vier Wohnbauten vom Bahnhof her.

Das Sorgenkind der Gemeinde

Der Gemeinderat will, dass auf der Bärenmatte eine dichte Überbauung entsteht. In früheren Jahren wurden sieben Wohnhäuser realisiert. Doch dann entpuppte sich die Bärenmatte als Sorgenkind der Gemeinde.

Erst nach jahre­langem Hin und Her genehmigte der Kanton 2016 die Überbauungsordnung.

Weil sich die Bedürfnisse des Marktes über die Jahre änderten, fasste die Kurth Architekten AG für ihre beiden Mehrfamilienhäuser eine alternative Bauweise ins Auge. Dafür brauchte es eine Änderung der Überbauungsordnung.

Die Odyssee begann: Einsprachen, die immer wieder eingingen, und eine Beschwerde sorgten bei den Behörden für Kopfzerbrechen. Auch schaltete sich die Denkmalpflege ein. Erst nach jahrelangem Hin und Her genehmigte der Kanton 2016 die Überbauungsordnung.

Hauptproblem war die Zu- und Wegfahrt vom geschützten Bären-Ensemble und von der Hauptstrasse her zu den noch un­bebauten Parzellen hinter dem Gasthof Bären. Am Ende einigte man sich auf ein Einbahnregime um die alte Bärenscheune herum – mit Zufahrt zwischen UBS-Gebäude und Scheune und Ausfahrt zwischen Bären und Scheune.

Noch vier Parzellen

Gegen das konkrete Projekt von Ducksch & Anliker wiederum ging vor gut einem Jahr eine Einsprache eines Nachbarn ein, was erneut zu Verzögerungen führte. Eine Einigung kam zustande, die Einsprache wurde zurückgezogen.

Nun verbleiben auf der Bärenmatte noch vier nicht überbaute Parzellen. Für diese scheinen noch keine Pläne zu existieren – der Utzenstorfer Bau­verwaltung jedenfalls sind keine bekannt. (Berner Zeitung)

Erstellt: 13.04.2018, 07:11 Uhr

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