Endlich mehr Sicherheit für Velofahrer und Fussgänger

Kernenried

Das Dorf Kernenried soll nach längerem Warten eine Radverbindung von Lyssach her erhalten. Nun muss nur noch die letzte Hürde genommen werden: das Baubewilligungsverfahren.

Der markierte Gehweg bei der Unterführung wird baulich von der Strasse abgetrennt.<p class='credit'>(Bild: Thomas Peter)</p>

Der markierte Gehweg bei der Unterführung wird baulich von der Strasse abgetrennt.

(Bild: Thomas Peter)

Seit langem wünscht sich die Bevölkerung von Kernenried einen Radweg. Denn zwischen dem Dorf und Lyssach fehlt auf der Kantonsstrasse eine Verbindung für den Langsamverkehr. Das soll sich bald ändern. Seit etwas mehr als zwei Jahren plant die zuständige kantonale Abteilung, der Ober­ingenieurkreis IV in Burgdorf, auf einer Länge von 850 Metern einen Radweg durch den Rumiwald, wie Projektleiterin Anna Steiner erklärt. Jetzt wurde das Projekt im Amtsanzeiger publiziert. Das Baubewilligungsverfahren ist also die letzte Hürde auf dem Weg zum Glück der Kernenrieder Radfahrer und Fussgänger.

Ein Trottoir zum Winkelweg

Im Dorf selbst wird zudem der baulich marode Strassenbelag erneuert. Der Übergang zum be­siedelten Gebiet werde durch eine Mittelinsel verdeutlicht und solle so ein angepasstes Fahr­verhalten fördern. «Gleichzeitig werden die Bushaltestellen saniert und die Strassengeometrien vereinheitlicht», sagt Steiner.

Ebenfalls Teil des Vorhabens ist die Bahnunterführung in Lyssach. Dort soll ein Trottoir die Bushaltestelle an der Kernenriedstrasse mit dem Winkelweg verbinden. Vor einiger Zeit wurden bereits provisorische Massnahmen dazu ergriffen, die Sicherheit der Fussgänger zu erhöhen. Es wurde ein Gehweg markiert und in der Unterführung die Beleuchtung geändert. Die Markierung habe sich bewährt und werde nun baulich von der Strasse abgetrennt, sagt die Projektleiterin. Das solle die schwächsten Verkehrsteilnehmer noch besser vor dem motorisierten Verkehr schützen. Auf diesem Abschnitt sind unter anderem Mitarbeitende der Industriebetriebe am Winkelweg unterwegs.

Baubeginn wohl 2019

Das Vorhaben in Lyssach, Kernenried und Fraubrunnen – im Rumiwald streift es kurz dessen Gemeindegebiet – mit den drei Teilprojekten (Unterführung, Radweg und Belagssanierung in Kernenried) liegt auf den be­troffenen Gemeindeverwaltungen noch bis zum 22. Mai öffentlich auf. Die Gesamtkosten werden laut Steiner mit etwa 3 Millionen Franken veranschlagt. Davon fallen je circa 1,3 Millionen für den Radweg und die Ortsdurchfahrt an. Die Anpassungen bei der Unterführung belaufen sich auf rund eine halbe Million Franken. Die Bauarbeiten sollen 2019 starten.

Berner Zeitung

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