Signau

Ein Ort zum Verweilen

SignauWeil der Gedenkstein von Bundesrat Karl Schenk gezügelt werden muss, bekommt Signau einen neuen Platz.

Der Grabstein des früheren Berner Bundesrates erhält einen neuen Platz.

Der Grabstein des früheren Berner Bundesrates erhält einen neuen Platz. Bild: Hans Wüthrich

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Karl Schenk war von 1864 bis zu seinem Tod 1895 Mitglied des Bundesrates, den er in dieser Zeit sechsmal präsidierte. Mit 31 Jahren Amtszeit ist er der Schweizer Bundesrat, der die längste Zeit im Amt verbracht hat. Schenks Grabstein, der bis jetzt bei den Schulanlagen in Signau stand, müsse nun aufgrund von Sanierungsarbeiten am Schulhaus versetzt werden, schreibt die Gemeinde in einer Pressemitteilung.

Am Rande eines kleinen Platzes, den die Gemeinde Signau nun bauen lässt, wird dieser Grabstein laut Gemeindeschreiber Rudolf Wolf nun ausgestellt. Der Platz ist somit dem Leben und Wirken des berühmten Signauers gewidmet, und die Gemeinde meint, sie würde um einen einladenden Ort zum Verweilen reicher.

Geld aus Übersee

Für den neuen Platz wird gegenüber vom Bahnhof gerodet. Dort werden künftig Bänke zum Sitzen einladen und eine Platane Schatten spenden. Weiter soll den Platz ein kleiner Brunnen zieren. Das Rohmaterial für diesen Brunnen sei bereits vor Ort, sagt Rudolf Wolf weiter. Der vier Tonnen schwere Findling aus dem Tessin müsse aber noch behauen ­werden.

Finanziert wird der Brunnen aus Übersee. Hermann und Au­drey Gammeter aus Atlanta im US-Bundesstaat Georgia haben Wurzeln im emmentalischen ­Signau und laut der Gemeindeverwaltung eine grosszügige Spende abgegeben. Die Kosten für den Brunnen beliefen sich auf rund 20'000 Franken, lässt Wolf verlauten.

Nebst den Stelen zu Karl Schenk informiert auf dem neuen Platz auch eine Tafel über Signau. Gegen Ende Oktober 2018 sei der Ort grob fertiggestellt, schreibt die Gemeinde. (ero)

Erstellt: 10.09.2018, 14:39 Uhr

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