Ein MRI für die Oberemmentaler

Langnau

Der Verwaltungsrat des Spital Emmental hat beschlossen, auch am Standort Langnau ein Gerät für die Magnetresonanztomografie zu installieren. Jenes in Burgdorf ist mehr als ausgebucht.

Mit einem ­solchen ­Gerät werden Organe und Gewebe mithilfe von Magnetfeldern und Radiowellen ­dargestellt.

Mit einem ­solchen ­Gerät werden Organe und Gewebe mithilfe von Magnetfeldern und Radiowellen ­dargestellt.

(Bild: Thomas Peter)

Beim Spital Langnau soll schon bald wieder gebaut werden. Nördlich des bestehenden Gebäudes ist ein 17 Meter langer und 11 Meter breiter Anbau geplant. Hier wollen die Verantwortlichen der Regionalspital Emmental AG Platz schaffen für ein Gerät für die Magnetresonanztomografie (MRI). Auch das bereits seit Jahren in Langnau betriebene spezielle Röntgengerät für Mammografien wird künftig in diesem Anbau untergebracht.

Effizientere Abläufe

Zudem entstehen im geplanten Anbau auch Räume «zum Befunden der Radiologiebilder», erklärt Mediensprecher Markus Hächler auf Anfrage und ergänzt: «Die Konzentration eines Teils der Radiologie am gleichen Ort erleichtert die Abläufe im Spital.»

Für den Bau und das neue Gerät investiere die Regionalspital Emmental AG in Langnau «eine knapp siebenstellige Summe», verrät Hächler. Den entsprechenden Entscheid habe der Verwaltungsrat bereits 2016 gefällt. Warum der Ausbauschritt nötig wird, erklärt der Mediensprecher mit der Tatsache, dass für Untersuchungen im MRI-Gerät im Spital Burgdorf manchmal Wartefristen von bis zu drei Wochen entstünden. Und dies, obwohl die Maschine im Zweischichtbetrieb laufe. Nun hätte der Verwaltungsrat aber auch entscheiden können, die MRI-Kapazität des Spitals Emmental auszubauen, indem er für den Standort Burgdorf ein zweites Gerät angeschafft hätte. «Doch wir haben uns bewusst für die Stärkung des Standorts Langnau entschieden», hält Hächler fest.

Ab November

Mitte April möchten die Verantwortlichen in Langnau den Baustart erteilen. Wenn keine Einsprachen gegen das aktuell publizierte Baugesuch eintreffen, rechnet Hächler damit, dass die Oberemmentaler für MRI-Untersuchungen ab November 2018 nicht mehr nach Burgdorf fahren müssen.

sgs

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