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Ein Modulbau soll die Platznot lindern

Der Gemeindeverband Kirchberg hat 1,5 Millionen Franken für provisorische Schulzimmer genehmigt. Darin sollen Kinder unterrichtet werden, die besonderen Förderunterricht benötigen.

Auf dem roten Platz hinter den Turnhallen am Reinhardweg werden in einem Jahr Kinder unterrichtet – sofern das Erstellen des provisorischen Gebäudes bewilligt wird.
Auf dem roten Platz hinter den Turnhallen am Reinhardweg werden in einem Jahr Kinder unterrichtet – sofern das Erstellen des provisorischen Gebäudes bewilligt wird.
Marcel Bieri

Der Gemeindeverband Kirchberg braucht Schulraum für die Einführungsklassen und den Spezialunterricht. Derzeit ist der Verband mit diesen Ibem-Klassen (Integration und besondere Massnahmen) bei der Gemeinde Kirchberg im alten Sekundarschulhaus am Schulweg eingemietet. Doch diese Lokalität wurde auf Ende des laufenden Schuljahres gekündigt. Kirchberg brauche diese Zimmer für seine Tagesschule, erklärt Urs Frank. Aefligens Gemeinderatspräsident ist im Gemeindeverband zuständig für das Ressort Bau und Liegenschaften.

Umzug Mitte Oktober 2019

Klar ist: Bis zum Beginn des neuen Schuljahres im kommenden August wäre ein Umzug nicht möglich. «Wir mussten zuerst Alternativen suchen», erklärt Frank. Mittlerweile hat sich der Gemeindeverband für einen Modulbau entschieden. Zeitlich reiche es aber nicht, diesen bis zum Sommer zu erstellen. Deshalb habe man sich mit der Gemeinde nun auf einen Umzug Mitte Oktober 2019 geeinigt.

1,5 Millionen Franken hat die Abgeordnetenversammlung des Gemeindeverbandes für die Modulschulanlage bewilligt. Dieser Kredit untersteht jedoch dem fakultativen Referendum. Erst wenn nach Ablauf der Frist am 3. Februar keine oder nicht genügend Unterschriften beim Verband eingegangen sind, kann der Bau vorangetrieben werden. Dann werde der Auftrag öffentlich ausgeschrieben, erklärt Frank. Nächstens soll schon mal das Baugesuch im Anzeiger publiziert werden.

Aufgestellt werden soll der Modulbau auf dem roten Platz hinter den Turnhallen am Reinhardweg. Der Sportplatz werde nicht mehr als solcher genutzt. Das etwa 15 Meter breite und knapp 50 Meter lange Gebäude bestehe aus Einzelelementen, die vor Ort zusammengesetzt würden, sagt der Ressortvorsteher Bau. Es brauche zudem ein Fundament und Werkleitungen. Auch Mobiliar müsse für die Räume angeschafft werden. Der Verband will vier Klassenzimmer, einen Gruppenraum, ein Mehrzweckzimmer, einen Arbeitsraum, ein Schulleiterbüro sowie Sanitäranlagen einrichten.

Klassen nicht absondern

Auf der Suche nach neuem Schulraum für den Spezialunterricht wurden auch Alternativen in Lyssach und Rüdtligen-Alchenflüh und Areale im Gebiet Kirchberg geprüft. «Die beiden Gemeinden haben nicht genügend Schulraum zur Verfügung, und auch zeitlich wäre eine Umzug dorthin nicht bis zum kommenden Herbst möglich gewesen», sagt Frank. Der Vorteil mit einem Modulbau am Reinhardweg sei zudem, dass die Schüler weiterhin Teil der bestehenden Schule in Kirchberg blieben. Man wolle die Ibem-Klassen nicht absondern, sondern im Gegenteil integrieren. «Das war ein ganz wichtiger Faktor für den neuen Standort.»

Wie lange der Modulbau auf dem roten Platz stehen wird, kann Frank nicht sagen. Er ist Teil einer kurzfristigen Schulraumplanung. Der Gemeindeverband verfolge aber natürlich auch eine langfristige Planung. Der Vorteil des gewählten Vorhabens sei, dass ein modulares Gebäude auch anders genutzt werden könne. «Eine unserer Bedingungen für diese Lösung war, dass wir den Modulbau auch an einem anderen Standort platzieren oder wieder verkaufen könnten», erklärt Frank. Doch an einen Verkauf denkt in Kirchberg derzeit niemand. Zuerst einmal sind die Verantwortlichen des Gemeindeverbandes jetzt überzeugt, «dass das Projekt trotz des engen Terminplans rechtzeitig realisiert werden kann».

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